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Schule & Projekte

Armband gegen Luftverschmutzung: Schüler-Gründerpreis geht nach Freiburg

Fünf Azubis, eine Idee: Das Freiburger Team EmiSec (Emission Security) hat mit einem intelligenten Armband den Gründerpreis gewonnen. LED- und Vibrationssignale warnen den Träger, wenn die Atemluft verunreinigt ist. Mit dieser fiktiven Geschäftsidee und ihrem Businessplan haben die Berufsschüler den ersten Platz belegt. Maximilian Beck und Sarah Isele erzählen im Interview mit Paulina Henning von Lange von ihrem Erfolg.

 
 

f79: // Ihr wart am 19. Juni beim Finale in Hamburg – wie war’s?
Beck //
Es war eine Hammer-Erfahrung. Man trifft die anderen Teams und kann sich austauschen. Außerdem waren Vertreter von vielen wichtigen Firmen da, zum Beispiel von Porsche. Das ist also auch eine Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen. Ansonsten werden Bilder gemacht und Interviews – das volle Programm!

f79 // Habt ihr mit dem Erfolg gerechnet?
Beck //
Wir waren generell sehr zuversichtlich. Wir hatten eine verdammt gute Idee – zeitgenössisch und von enormem Nutzen für unsere potenziellen Kunden. Trotzdem gibt es Phasen, in denen man zweifelt. Die Projekte der anderen Teams haben wir erst in Hamburg vorgestellt bekommen und die waren echt gut.

f79 // War von Anfang an klar, was bei der Idee rauskommen soll?
Isele //
Das stand schnell fest. Wir wollten etwas machen, das sich auf Gesundheit bezieht und für viele Menschen von Nutzen ist. Wir haben uns ein wenig informiert und sind auf den Diesel-Skandal gestoßen. Da kam die Idee, das Armband zu entwickeln.

f79 // Welche Vorteile hat es für den Otto-Normal-Verbraucher?
Beck //
Der Kundennutzen liegt darin, dass man zu jeder Zeit, an jedem Ort darüber informiert ist, wie hoch der Feinstaubgehalt in der Luft ist. Sprich, wenn du abends noch joggen gehen möchtest, hast du davor die Möglichkeit, anhand der App einzusehen, welcher Weg am besten ist. Jeder Nutzer ist also eine eigene Messstation und man bekommt einen viel detaillierteren Überblick.

f79 // Zum Wettbewerb selbst: Was hat euch motiviert, mitzumachen?
Isele //
Unser Ausbilder Testo hat einen Infoabend organisiert und gemeint, dass es eine sehr interessante Erfahrung werden kann. Wir haben als Team darauf geachtet, verschiedene Kompetenzen zu vereinen – zum Beispiel jemand aus der IT-Branche, einer mit Erfahrung im technischen Bereich, jemand mit kaufmännischem Hintergrund. Wir alle hatten unterschiedliche Stärken, die konnten wir perfekt kombinieren.

f79 // In den letzten Monaten wurdet ihr intensiv gefördert – was nehmt ihr mit auf den weiteren Weg?
Isele //
Für mich war es wichtig zu merken, dass man im Prinzip alles schaffen kann, auch ohne große Vorerfahrung. Man muss seine Fragen konkret formulieren und sich die richtige Unterstützung suchen. Zeitmanagement ist das Wichtigste.
Beck // Und immer im Kopf behalten, dass eine gute Produktidee nicht alles ist. Es geht vor allem um den Businessplan dahinter, der überzeugen muss.

f79 // Was steht bei euch in Zukunft an?
Beck //
Wir planen, das Armband zu entwickeln. Wann genau und mit welchem Partner ist noch nicht klar. Ansonsten möchten wir unsere Ausbildung bei Testo erfolgreich abschließen.

Gründerpreis für Schüler

Der deutsche Gründerpreis für Schüler ist ein bundesweites Existenzgründer-Planspiel für Jugendliche. Er wurde 1999 als „StartUp-Werkstatt“ ins Leben gerufen und wird vom ZDF, der Sparkasse und der Porsche AG unterstützt. Teilnehmer ab der neunten Klasse können in diesem Wettbewerb getreu dem Motto „Mut zur Selbstständigkeit“ eine fiktive Geschäftsidee entwerfen, die mit vielen Preisen entlohnt wird.

 

 

 

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