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Freiburgs neue Leihräder: Testfahrt mit den Donkey Bikes

Das Crowdfunding-Unternehmen Donkey Republic bietet seit Ende März auch in Freiburg einen Fahrradverleih an. 50 Räder stehen mittlerweile an 14 Standorten. Aber wie funktioniert das? Taugen die Räder was? Oder sind sie doch nur eine weitere Sightseeing-Alternative? chilli-Praktikant Johannes Bader hat mit einem der orangenen Räder eine Runde gedreht.

 
 

Ich stehe an der Heinrich von Stephan Straße neben dem Intercity Hotel. Vor mir, eines dieser orangenen Donkey Bikes. Ich öffne die App, tippe auf eins der Fahrräder und Stelle an einem Schieberegler bequem ein, wie lange ich fahren möchte. Von 30 Minuten bis zu zwei Wochen ist alles möglich. Meine Wahl: einen Tag. Härtetest.

Nur mit dem Smartphone kann man ein Rad leihen. Damit bezahlt man auch. Ich werde aufgefordert, meine Kreditkartennummer anzugeben. Ich kann ausschließlich mit Karte zahlen? Kein PayPal, keine Überweisung. Da könnte mehr gehen. Nachdem ich bezahlt habe, öffnet sich mit einem Klacken das Schloss – fast wie von Geisterhand. Es ist via Bluetooth mit meinem Handy verbunden ist. Ich stecke mein Smartphone in die Haltevorrichtung am Lenker und radle los.

Das System ist einfach und funktioniert zuverlässig. Was mich etwas stört, sind die relativ teuren Preise. Für 1,87 Euro bekomme ich ein Fahrrad für 30 Minuten. Für den selben Preis gibt’s auch ein Auto bei der Grünen Flotte. Ebenfalls für eine halbe Stunde. Vorausgesetzt man hat einen Führerschein. 24 Stunden kosten 15 Euro.

 

Man kann jedoch das Rad derzeit auch günstiger leihen. Wer eine kostenlose Mitgliedschaft abschließt, bekommt dafür die halbe Stunde für 94 Cent. Den Tag gibt’s für 6,38 Euro statt 15 Euro. Das Angebot ist „occasional“, und wohl nur noch bis Herbst verfügbar, heißt es bei Donkey Republic.

Die Fahrräder an sich wirken super: Sie sind stabil und diebstahlsicher gebaut. Haben unkaputtbare Reifen, mit Dynamo betriebenes Licht, Gepäckträger, Schaltung und einen verstellbaren Sattel. Für Freiburg-Touristen sind sie damit nahezu perfekt. So können Besucher die Stadt ausgiebig kennenzulernen und jede noch so kleine Ecke erforschen. Zum sportlichen oder schnellen Fahren sind die gemütlichen Räder mit den großen Lenkern aber nicht gedacht. Wer zügig von A nach B kommen will, ist mit anderen Verkehrsmitteln oder einem eigenen Rad besser bedient.

 

Donkey Bikes

Die Räder von Donkey Bikes gibt es in mehr als 50 europäischen Städten. Seit März nun auch in Freiburg. Die organgenen Stadvelos kann man ab etwa zwei Euro Euro mit einer kostenlosen App mieten. Aktuell gibt es 14 Abhol- und Rückgabeorte zwischen Technischer Fakultät und Heinrich von Stephan Straße. Dort kann das Fahrrad per Smartphone aufgeschlossen werden.

Wer ein Rad für den täglichen Gebrauch benötigt, kannst eine Mitgliedschaft für 15 Euro im Monat abschließen. Diebstahlversicherung inklusive. Dann kann man sich das Rad unbegrenzt oft für bis zu zwölf Stunden leihen.

Auf der Website Donkey Bike gibt es zu Verleih-Städten auch einen Städteführer mit Sehenswürdigkeiten und Fahrradtouren. Außerdem findet sich dort eine Erklärung der wichtigsten Fahrradregeln im Land. Zum Beispiel: Bleib nüchtern oder lass dein Rad stehen, wenn du getrunken hast. www.donkey.bike

 

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