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Sport & Freizeit

Knipsen wie ein Profi: Foto-Workshop am herbstlichen Seepark

Wie mache ich gute Fotos? Geht das auch mit einem Smartphone? Der Freiburger Fotograf Fionn Große hat bei einem integrativen Workshop am Seepark in Freiburg gezeigt, wie man mit einfach Mitteln tolle Bilder knipsen kann. Dabei waren Teilnehmer mit und ohne Migrationsintergrund aus Freiburg und Lahr. f79-Autorin Sarah Golombeck hat mitgemischt.

 
 

Es ist ein kalter Herbsttag. Der Wind streicht durch die Bäume, lässt die Blätter rauschen und die Gesichter erröten. Das Laub raschelt unter unseren Füßen, als wir uns mit Kameras und Handy bewaffnet auf einen Streichzug um den Flückigersee aufmachen.

Im Rahmen des Integrationsmodellprojekts JMD2start Ortenau in Lahr hat der Freiburger Fotograf Fionn Große in der Workshopsreihe „Together as One“ einen Fotokurs angeboten. Für Geflüchtete und Leute ohne Fluchtgeschichte wie mich. Der Gedanke hinter dieser Reihe ist, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund kreative Workshops zu ermöglichen.

 

Easy: Fionn Große (links) erklärt, wie man sein Motiv auswählt und in Szene setzt.


Fionn Große ist ein Profi, dessen Schwerpunkt auf Reportagefotografie liegt. Er knipst zum Beispiel regelmäßig bei Hochzeiten, macht aber auch Musikvideos. Bekannt ist er auch für seinen kostenlosen monatlichen Fotoworkshops im Freiburger Stadtgarten.

Anfang November, der Mittwoch in den Herbstferien, hat er nun einen Workshop am Seepark geleitet. Das Coole daran: Ein Smartphone mitzubringen reichte. Wir versammelten uns beim Seepark. „Wir“, das waren eine Gruppe von fünfzehn Geflüchteten, drei Begleitern und drei Schülern aus Freiburg. Plus Fionn natürlich.

Nach einer kleinen Vorstellungsrunde gab Fionn uns den ersten Input: "Achtet auf die Position der Kamera." Es gibt drei verschiedene „Grundhaltungen der Kamera“, erklärte er uns. Einmal die Draufsicht, die Kamera schaut von vorne auf das Motiv. Die Vogelperspektive, hier wird das Objekt von oben betrachtet. Und die Froschperspektive, bei der die Kamera von unten nach oben das Foto schießt. Wir zogen los und setzten das Gelernte in Taten um. Motive gibt's am Flückigersee ja ohne Ende.

 

Durchs Gitter: Ungewöhnliche Perspektiven ermöglichen ungewöhnliche Bilder.


Nach jedem neuen Input liefen wir ein Stückchen um den See und suchten uns neue Motive. Es wurde geknipst, gepost und gelacht. In rund zwei Stunden lernten wir unter anderem, wo man am besten das zu fotografierende Objekt postiert. Nämlich nicht in der Mitte, sondern immer etwas links oder rechts davon. Goldener Schnitt nennt man das. Fionn erklärte auch, wie man sein Motiv am besten in Szene setzt. Das melancholische Herbstwetter lieferte seinen Beitrag dazu und es sind viele wunderschöne Fotos entstanden.

Die schönsten Bilder werden beim Interkulturellen Abschlussevent Together as One am Donnerstag 17. November, im Schlachthof Lahr präsentiert. Der Eintritt ist hierzu frei, es spielen Bands - unter anderem Zweierpasch aus Freiburg und ein gambischer Sänger aus Lahr. Jedermann ist herzlich eingeladen.

 

In Szene gesetzt: Das Workshop-Team nach getaner Arbeit am Flückigersee.


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