Drucken

Sport & Freizeit

Auf und davon - Traumland Amerika

Träumst du auch davon, eine Zeit lang in den USA, Neuseeland, Chile oder China zu leben? In eine neue Welt voller Abenteuer eintauchen, deine Sprachkenntnisse zu verbessern und neue Menschen und Kulturen kennenzulernen? Diese Träume wahr werden zu lassen, das geht auch schon während der Schulzeit machen.h20 unterhielt sich mit Hanna, einer 17-jährigen Schülerin aus Hamburg, die 2009/2010 für 10 Monate in den USA war.

 
 
h20: Warum hast du einen Schüleraustausch gemacht?
Welche Erwartungen hattest du an das Auslandsjahr?
Hanna : Ich wollte ein anderes Land, eine andere Kultur und neue Leute kennen lernen, mein Englisch verbessern, mich in einer fremden Gegend "alleine" behaupten, ein anderes Schulsystem kennen lernen. Meine Erwartungen waren, einen Blick hinter die Kulissen zu bekommen, mehr als ein Tourist zu erfahren.
h20: Mit welcher Organisation warst du im Ausland?
Hanna : Ich war mit AIFS(American Institute for Foreign Study) weg. Ich habe mich für diese Organisation entschieden, weil sie auf die USA spezialisiert sind, ein seriöses Auftreten hatten ( alle Kosten waren im Preis enthalten, wie Flug, Versicherungen etc.) und es eine Empfehlung von Bekannten war.
h20: Warum wolltest du in die USA?
Hanna : Ich fand den "American Way of Life" und vor allem den "School Spirit" sehr interessant und wollte herausfinden, was genau da hinter steckt.
h20: Konntest du dir den Ort aussuchen?

Hanna : Ich konnte gegen eine Gebühr die Region auswählen (Nord, Süd, West, Ost), Genaueres war nicht möglich. Ich bin nach Zephyrhills, Florida gekommen und war sehr zufrieden, wäre aber auch an einem anderen Ort zufrieden gewesen, weil es ja vor allem auf die Leute ankommt.
h20: Musstest du einen Test oder ähnliches absolvieren, um bei der Organisation aufgenommen zu werden?
Hanna : Ja, er war aber leicht. Ich wurde für ein Interview eingeladen, dort wurden mir auf Englisch mehrere Fragen gestellt, ich musste etwas vorlesen und etwas schreiben. Mein Englisch war zu dem Zeitpunkt nicht sehr gut, dennoch habe ich den Test bestanden.
h20: Gab es Probleme mit dir und deiner Gastfamilie?
Hanna : Es gab keine Probleme mit meiner Gastfamilie, natürlich habe ich mal mit einer meiner Gastschwestern gestritten, aber unter "Geschwistern" kommt das ja vor. Ja, die Chemie hat gestimmt und ich werde nochmals hinfahren und meine Gastfamilie besuchen.

h20: Wie sah deine Gastfamilie aus?
Hanna : Ich hatte eine Gastmutter, Vater und zwei jüngere Gastschwestern und dann natürlich den größeren Teil der Familie, Großeltern, Tanten …
h20: Hast du dich schnell eingelebt? Wie sah dein Alltag aus?
Hanna : Ja, ich habe mich schnell eingelebt, auch wenn natürlich viele Dinge am Anfang ungewohnt waren. Mein Alltag bestand vor allem aus Schule und schulischen Aktivitäten. Danach habe ich Freunde getroffen oder gemeinsam mit meiner Gastfamilie etwas unternommen. Wir haben gemeinsam gekocht und am Wochenenden auch Ausflüge gemacht. Ein bisschen im Haushalt zu helfen, gehörte auch dazu. Außerdem gab es Stunden, in denen ich mit meiner Familie und Freunden in Deutschland geskypt hab.
h20: Wie war deine Schule?
Hanna : Meine Schule war toll und ich bin echt gerne hin gegangen!!! Man merkt echt den "School Spirit" und man identifiziert sich schnell mit der Schule, wird ein Teil von ihr. Die anderen Schüler sind alle sehr nett und man lernt schnell viele neue Leute kennen, die Lehrer sind sehr hilfsbereit und haben mich am Anfang unterstützt. Auch wenn es am Angang echt anstrengend war, man kommt schnell in die Sprache rein und hat auch schnell gute Noten! Man fängt an, auf Englisch zu denken.
h20: Gab es Augenblicke, in denen du nach Hause wolltest?
Hanna : Es gab immer Zeiten, in denen ich Familie und Freunde vermisst habe, aber ich habe dann versucht, etwas zu unternehmen und mich abzulenken. Es war ja schließlich meine Entscheidung, ein Auslandsjahr zu machen.
h20: Was nimmst du aus dem Schüleraustausch mit?
Hanna : Ziemlich viel: Ich habe unvergessliche Momente erlebt, ich habe mir selbst bewiesen, dass ich es schaffen kann, für so eine lange Zeit woanders zu leben.
h20: Kannst du jetzt perfekt Englisch?
Hanna : Also perfekt denke ich nicht, aber mein Englisch hat sich auf jeden Fall sehr gebessert.
h20: Würdest du einen Schüleraustausch weiter empfehlen?
Hanna : Ja, aber nur wenn die Person es wirklich möchte. Man muss bereit sein, zu kämpfen und nicht gleich bei den ersten Schwierigkeiten aufzugeben. Wenn man akzeptiert, dass es woanders auch tatsächlich anderes ist, wenn man bereit ist, etwas Neues auszuprobieren und positiv zu denken, kann Schüleraustausch eine tolle Bereicherung sein.
 
 
Kommentar(e) (0)
 

Kalender

May 2012:

Sun Mon Tue Wed Thu Fri Sat
1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31