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LASS DIE FINGER SPIELEN! - Fingerboards erobern die Hände und Herzen der Jugend
Fingerboards sind kleine Skateboards, die man mit den Fingern fährt. Sie sind eine gute Beschäftigung, nicht nur wenn es draußen regnet. Das findet auch Florian Bechert vom Boardshop, der die kleinen Rollbretter auch als Ersatz zu Spielekonsolen sieht: „Es ist eine gute Spiel-Idee, die eine Alternative zu Playstation und Co. ist.“ Billiger als eine Playstation sind sie allemal: Bereits für fünf Euro bekommt man ein Einsteigermodell – Profibretter können aber auch gerne mal über hundert Euro kosten.
Einer Legende nach stammen Fingerboards ursprünglich aus Zeitschriften. In einem Cartoon fuhr eine Hand Skateboard. Ein Händler wurde darauf aufmerksam, witterte eine Geschäftsidee, und so schlug die Geburtsstunde der heutigen Mini-Trendsportart.
Ende der 90er entwickelte sich in Deutschland dann eine echte Fingerboard-Szene. Seither wird der Wettbewerb „Fast Fingers“ in Schwarzenbach an der Saale abgehalten – der vermutlich älteste deutsche Fingerboard-Contest. Seit zwei Jahren ist das Event aufgrund der internationalen Konkurrenz sogar gleichzeitig zur Weltmeisterschaft ernannt worden. In Schwarzenbach gründeten lokale Skater und Anhänger des blackriver-Skateshops das blackriver-Fingerboard-Team, das sich aus einigen der weltbesten Fingerboarder zusammensetzt.
Inzwischen sind die Boards weltberühmt, zahlreiche Firmen, darunter Nokia, Clerasil oder Gillette haben sie bereits in ihre Werbefilme integriert – und dabei blackriver-Fahrer für die Spots gebucht.
In Freiburg gibt es seit nunmehr sechs Jahren eine Stadtmeisterschaft, dieses Jahr werden am 18. Dezember aber auch erstmals Fahrer aus der Region antreten dürfen. Der Boardshop stellt einen Teil der Ramps zur Verfügung, andere wurden im Rahmen von Workshops von den Fingerboardern im HDJ selbst gebaut. Die Fahrer sind zwischen 8 und 25 Jahre alt und fast alle männlich. Zu gewinnen gibt es neben Pokalen auch Sachpreise, wie Ramps oder Boards.
Tilo Fierravanti, Leiter des Haus der Jugend, fährt zwar nicht selbst, dennoch ist er begeistert, auch von der altersübergreifenden Dynamik, die der Sport mitbringt: „Es macht mir einfach Spaß, zuzuschauen, wie junge Erwachsene zusammen mit Jugendlichen und Heranwachsenden ein Hobby teilen.“ Auch er wird wahrscheinlich kurz vor Weihnachten wieder an den Rampen im HDJ stehen und den Boardern bei ihren Tricks zuschauen.
Infos //
www.blackriver-ramps.com
www.fast-fingers.com
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