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Sport & Freizeit

Einfach nur weg – Aber wie?

Raus aus Deutschland – davon träumen hierzulande unzählige Jugendliche. Doch ist dieser Traum erfüllbar? Und wenn ja, wie genau läuft das ab? Wie finanziere ich so eine Reise? Was sind die Risiken eines solchen Abenteuers? Und überhaupt: Welche Möglichkeiten gibt es, ins Ausland zu kommen?

 
 

„Keine Bange, so schwer ist das gar nicht!“, richtete Verena Buhl, Mitarbeiterin des Jugendnetz International, bei den Jugendmedientagen Stuttgart das Wort an die Zuhörer des Panels „Weltwärts – Ein Jahr im Ausland“. Auch Alice Watmann brachte ihre Erfahrungen mit ein. Die Website www.international.jugendnetz.de empfohlen die beiden Referentinnen den zahlreichen Interessierten besonders.

Das Jugendnetz International bündelt die zahlreichen Möglichkeiten für einen Auslandsaufenthalt. Ob als Au pair, Freiwilliger, Student oder Schüler: Es ist für jeden etwas dabei. Beispielsweise berichtet das Au pair-Mädchen Sandra über ihren Aufenthalt in Washington DC, wo sie sich seit sieben Wochen um drei „Hostkids“, ihre Gastkinder, kümmert. Am Anfang tat sie sich noch schwer, doch nun hat sie sich gut eingelebt, denn „alles braucht seine Zeit“.

Wissenswertes über die Website

Sie bietet neben einem breiten Informationsangebot auch Kontaktmöglichkeiten zu vertrauenswürdigen Organisationen sowie viele Erfahrungsberichte aus erster Hand.Wer ins Ausland gehen will, muss sich erst einmal über sein Wunschziel klarwerden und kann erst danach sein Tätigkeitsfeld ausrichten.Besonders empfiehlt Verena Buhl, die selbst schon von ihren Erfahrungen in fremden Ländern profitieren konnte, die sogenannten Jugendbegegnungen. Dabei nehmen Jugendliche aus verschiedenen Ländern an mehrwöchigen Projekten teil, die sie am meisten interessieren.

Für diejenigen, die knapp bei Kasse sind, gibt es die perfekte Lösung: „Work and Travel“ ermöglicht es, für eine bestimmte Zeit, je nach Wahl des Reiseziels, Erfahrungen außerhalb Deutschlands zu sammeln und gleichzeitig Geld zu verdienen. Ein exklusiver Tipp der Jugendnetz-Mitarbeiterin ist auch, anstatt sich an die kleinen Organisationen zu wenden, besser bei den Großen nachzuhaken.

„Weltwärts“ - ein Jahr in Peru

Neben Verena Buhl berichtete auch Alice Watmann von ihren Erfahrungen im Ausland. Sie verbrachte ein Jahr in Peru. Begonnen hat das Ganze damit, dass eine Freundin von ihren guten Erfahrungen ihrer Zeit im Ausland schwärmte. Dadurch bewarb sie sich bei dem Freiwilligendienst „weltwärts“, der ein ehrenamtliches Arbeiten in fremden Ländern organisiert.

Nachdem ihr geplantes Projekt in Brasilien eine Woche vor der Abreise platzte, entschied sie sich für die Arbeit in Peru. Ein halbes Jahr lang engagierte sie sich in Feriaam, einem Indianerreservat, das sich für die Stärkung ihrer Rechte und den Schutz ihrer Geschichte einsetzt. Sogar bei Versammlungen von Indianerhäuptlingen durfte sie in traditioneller Kleidung dabei sein.

Eine weitere Aufgabe war es, den Kindern dort Englisch beizubringen. Danach beteiligte sie sich an dem Projekt „Mono Tocón“, das eine bestimme Affenart schützen will. Alice Wattmann ermöglichte es den Zuhörern, einen kleinen Teil Perus hautnah zu erleben, indem sie sie von einheimischen Frauen handgefertigten Schmuck befühlen ließ. Die dort gesammelten Erfahrungen seien jedoch eher auf persönlicher als auf „arbeitsmäßiger“ Basis gewesen, da sie diese auch in Deutschland hätte machen können.

„Du bist nicht allein!“ war ihr wichtigstes Statement, „denn mit 'weltwärts' habt ihr immer eine starke Organisation im Rücken und braucht keine Angst vor der Abgeschiedenheit in einem euch fremden Land zu haben, auch weil ihr immer von anderen Deutschen auf eurem Weg im Ausland begleitet werdet“. Verena Buhl und Alice Watmann machten im Laufe des Panels deutlich, dass der Traum von der Reise in ein fernes Land erfüllbar ist. Das Jugendnetz ist Jugendlichen auf diesem Weg behilflich.

 
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