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Spiel & Spass

Online-Voting: Gönn dir die freshen Jugendwörter 2016

Uhrensohn, isso und Tintling: Bis zum 31. Oktober kann man das Jugendwort des Jahres wählen. Auf der Homepage jugendwort.de kann abgestimmt werden. Am 18. November entscheidet eine Jury, welches Wort Nachfolger von „Smombie“ wird. Das war das Jugendwort 2016. f79-Autorin Sofia Lösch findet viele der Begriffe etwas seltsam.

 
 

Man sieht sie überall: In Großstädten hiken oder jiggern sie mit ihren Vollpfostenantennen durch die Straßen, verchillen den ganzen Tag in der City, machen Movinger oder Ghettochecks in ihrer Hood oder filtern mit ihren Smartphones Selfies. Die Rede ist von Jugendlichen. Ihre Sprache klingt für Erwachsene wie Chinesisch. Deshalb veröffentlicht der Langenscheidt Verlag jedes Jahr ein Jugendwörterbuch. Doch die meisten Begriffe kennt auch Unsereins überhaupt nicht.

Unter Ghettocheck versteht man zum Beispiel einen Spaziergang durchs Viertel und nicht wie vielleicht erwartet eine Begrüßungsgeste unter Freunden. Jugendliche sind bei solchen Begriffen sicher genauso ahnungslos wie Erwachsene. Die meisten Wörter wirken gestellt und viel zu umständlich. Wer ersetzt denn den kurzen und gängigen Satz „Läuft bei dir.“ durch „Galoppiert bei dir.“?

Solche Ausdrücke sind zwar immer für einen Lacher gut, aber deshalb sind sie noch lange kein Jugendwort. Ein Jugendwort muss bekannt sein und auch aktiv benutzt werden. Das ist auch ein Kriterium der Jury, die am Ende die fünf Jugendwörter des Jahres bestimmt. Die Faktoren sprachliche Kreativität, Originalität und gesellschaftliche und kulturelle Ereignisse spielen bei der Wahl eine große Rolle. Doch bevor die Jury zehn Wörter bekommt, zwischen denen sie entscheiden muss, gibt es der Internetseite www.jugendwort.de ein Online-Voting. Dort kann man auf selber über die Top Ten abstimmen.

 

f79 Tops

  • Bambusleitung (schlechte Internetverbindung)
  • Synapsenfasching (Verwirrungszustand)
  • grusig (seltsam)
  • pornös (toll, super)
  • pedalieren (Fahrradfahren)

 

f79 Flops

  • fooden (essen)
  • enjoyen (mögen)
  • earlybirden (früh aufstehen)
  • Du bist so 2014 (veraltet sein)
  • chippen (laufen)

 

Die Jugendwörter der vergangenen Jahre

2008: Gammelfleischparty (Ü30-Partys)

2009: hartzen (auf der faulen Haut liegen)

2010: Niveaulimbo (ständiges Absinken des Niveaus)

2011: Swag (coole Ausstrahlung)

2012: Yolo (You Only Live Once)

2013: Babo (Anführer, Chef)

2014: Läuft bei dir (Alles perfekt)

2015: Smombie (Smartphone-Zombie)

 

 

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