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Spiel & Spass

Kurzer Krimischocker // "Insel des Grauens"

Eine Gruppe von Abiturienten unternimmt einen Ausflug nach Hawaii. Doch die Reise nimmt ein jähes Ende, denn durch ein Unglück landen sie auf einer einsamen Insel. Auf dieser Insel lauert eine tödliche Gefahr... Im Rahmen der Schreibwerkstatt der Klasse 10 am Königin-Charlotte-Gymnasium Stuttgart- Möhringen haben Meisur Hanifi, Daniela Braverman, Hagen Hoppenstedt und Marvin Tiedtke diesen kleinen Krimischocker geschrieben - viel Spaß beim Nervenkitzel!

 
 

„Sofie, Justin, Katie, Marc, Amy, Alex, William und Daniel - ihr kommt noch mit mir.“, befahl Herr Hopkins, der Klassenlehrer der Klasse 13c. Die angesprochenen Abiturienten setzten sich in das Motorboot. Sie freuten sich auf ein wunderschönes Wochenende auf Hawaii.

„Weißt du was, Marc? Auch wenn alles hier ziemlich chaotisch ist, bin ich froh, dass du dabei bist.“, freute sich Katie.

„Ich bin doch schon seit drei Monaten ständig bei dir!“, antwortete Marc und legte lächelnd seinen Arm um sie.


Die Fahrt ging los. Minuten später war Katie eingeschlafen. Plötzlich riss ein Krachen sie aus ihrem Schlaf.
Wilde Schreie drangen an ihr Ohr. Sie fiel ins kalte Wasser. Reflexartig ruderte sie mit den Armen, kam wieder an die Oberfläche und schnappte nach Luft. Sie schaute sich um und sah Bruchstücke des Bootes auf dem Wasser treiben. Ihre Klassenkameraden schrien um Hilfe.
Da rief Hopkins: „Dort ist eine Insel! Schwimmt alle dorthin!“
Keuchend auf der Insel angekommen, blickten sie den verlassenen Strand entlang.
„Sind wir vollzählig? Sind alle in Ordnung?“
„Ich glaube schon“, erwiderte Alex prustend.
„Gut. Dann würde ich sagen, wir machen ein Feuer.
Vielleicht entdeckt uns ein anderes Schiff.“
Ein paar Minuten später knisterte ein Feuer und alle kauerten sich fröstelnd darum. Während sie schweigend dasaßen,
lief Justin wütend auf und ab. Schließlich konnte er sich nicht mehr beherrschen.
„Hätten sie nicht besser aufpassen können?! Wir hätten sterben können!“, brüllte er Hopkins an.
„Ich kann doch nichts dafür, dass da ein Felsen war, Justin.“
„Das würde ich an ihrer Stelle auch sagen!“, meldete sich Sofie zu Wort. Ein langes Schweigen folgte.
„Es ist wirklich nicht seine Schuld“, nahm Katie Hopkins in Schutz.
„Du hast doch geschlafen! Du hast keine Ahnung!“, antwortete Justin angriffslustig.
„Lass sie in Frieden!“, rief Marc.
„Sonst was?“, höhnte Justin.
„Leute, beruhigt euch mal!“, sagte Hopkins „Es tut mir ja Leid, dass ich vom Kurs abgekommen bin.“
„Was?“, riefen alle im Chor.
„Tut mir leid!“, wiederholte er schüchtern.
Justin steckte die Hände in die Hosentasche.
„Was ist das denn?“, fragte er sich selbst.
Er zog einen Zettel heraus und las ihn. Er blickte verärgert drein.
„Was soll der Scheiß?“, rief er erzürnt.
„Was ist los?“, fragte Katie.
Als er nicht antwortete Alex riss ihm den Zettel aus der Hand und las laut vor:
„Willkommen auf der Insel! Mögest du für immer ruhen…“

Grausame Entdeckung


Am nächsten Tag gab es ein weiteres Problem: sie hatten nichts zu essen. Also teilten sie sich auf und machten sich auf die Suche. Abends kehrten sie zum Lagerfeuer zurück.
Sie sammelten ihre Ausbeute, die hauptsächlich aus Beeren und anderen Früchten bestand. Dann jedoch fragte Alex, wo Justin sei.
„Er war doch vor zehn Minuten noch da!“, sagte Marc.
„Wir müssen ihn suchen gehen!“ sagte Katie.
„Mir gefällt das nicht.“ sagte Daniel ängstlich.
Auch Katie hatte Angst, was sie vorfinden würden.
Katie hörte Sofie und Amy tuscheln und hörte das Wort „Zettel“ heraus.

Ein Schrei durchbrach das Getuschel und Katie schreckte auf. Sie rannte zu der Stelle, woher der Schrei gekommen war.
Dort angekommen, drehte sich ihr der Magen um.
Vor ihr lag Justin auf dem Boden. In seinem gespaltenen Kopf steckte noch die Axt. Katie schrie auf. Der Boden um die Leiche war voller Blut. Inzwischen waren die Anderen angekommen. Die Mädchen kreischten laut und die Jungs standen fassungslos da. Marc legte Katie die Hand auf die Schulter.
„Wir sollten ab jetzt nur noch in Gruppen gehen“, meinte er.

Alle stimmten murmelnd zu. Viele begannen erst jetzt zu realisieren, was sich gerade auf der Insel abgespielt hatte. Mit kreidebleichen Gesichtern kehrten sie zum Strand zurück. Der Appetit war ihnen vergangen. In der Nacht stellten sie Wachen auf. Trotz der Sicherheitsmaßnahme fiel Katie in einen unruhigen Schlaf. Im Traum erschienen ihr die Bilder von Justin, wie er am Boden lag. Als sie aufwachte, spürte sie, wie ihr Tränen über das Gesicht liefen. Sie blickte sich um, und dann sah sie, dass sie nicht die Einzige war, die weinte.

Der Unbekannte mit Kutte

Sie teilten sich in Gruppen auf. Katie ging zusammen mit Alex und Daniel.
Sie betrachtete gerade einen Pilz, als sie einen Hilferuf hörte. Ihr Herz pochte heftig gegen ihren Brustkorb zu pochen. Die Drei rannten los. Da sahen sie, dass es Marc war,
der panisch durch das Gebüsch brach. Als er sie bemerkte,
ging er auf sie zu. Dabei blickte er sich immer wieder gehetzt um.
„Was ist los?“ fragte Katie.
„William. Er…er…ist tot“ stieß Marc keuchend hervor.
Angst spiegelte sich in ihren Gesichtern. Schließlich fragte Katie leise: „Was ist passiert?“
„Es war ein Mann in einer Kutte. Er hat William mit einem Messer getötet. Wir hatten uns kurz getrennt. Doch dann hörte ich einen Schrei. Ich ging zurück und sah, wie der Mann William die Kehle durchschnitt. Dabei hat er höhnisch gelacht. Plötzlich bemerkte er mich und wollte mich ebenfalls töten. Beinahe wäre es ihm auch gelungen. Das Messer hat mich hier erwischt.“
Er deutete auf einen roten Fleck auf seinem T-Shirt.
„Dann bin ich weggerannt.“
„Verdammt, ich halt das nicht aus! Jeder könnte der Nächste sein! Ich will nach Hause!“ rief Daniel und blickte sich um, als könnte Williams Mörder jede Sekunde aus den Schatten springen.
Alle schwiegen. Verzweiflung packte Katie, denn Daniels Worte hatten das letzte bisschen Hoffnung in ihr zerstört. Nun sprach Alex. Seine Stimme zitterte.
„Ich denke, wir sollten zurückkehren und den anderen erzählen, was geschehen ist“
Als die Geschichte am Lagerfeuer nochmals erzählt wurde, verfielen alle in tiefes Schweigen und Tränen schimmerten in ihren Gesichtern. Alle Hoffnung schien verloren, jemals lebend von dieser Insel zu kommen, denn keiner wusste wo sie waren und ein mysteriöser Mörder hatte schon zwei ermordet. Sie saßen noch eine Weile da, bis jemand Daniels Verschwinden bemerkte. Alle blickten sich um. Sie suchten den Strand ab konnten ihn aber nirgendwo finden. Bis jemand rief:
„Hier ist er!“
Alle kamen herbeigeeilt. Dort hing Daniel eine Liane um den Hals und baumelte einen halben Meter über dem Boden. Einige wandten den Blick ab. Katie war angeekelt
„Er muss sich selbst umgebracht haben.“ meinte Alex
Sie ließen ihn dort hängen und kehrten zur Lagerstätte zurück. Es waren nur noch Hopkins, Alex, Katie, Amy, Sofie und Marc übrig. Amy und Sofie flüsterten mit Marc. Katie legte sich hin. Sie fragte sich wer der Mörder sein könnte, kam jedoch zu keinem Ergebnis. Sie lag noch lange wach, bis der Schlaf sie überwältigte.

Der Verdacht


Am nächsten Tag gingen Hopkins, Alex und Katie zusammen. Sie zuckten bei jedem kleinsten Geräusch. Marc war mit Amy und Sofie gegangen. Sie glaubten offenbar immer noch er könnte sie beschützen. Sie kehrten am Abend zurück und warteten auf die Anderen. Doch sie kamen nicht. Zwei Stunden vergingen, bis Katie vorschlug sie zu suchen. Daher gingen sie in den Wald hinein. Sie glaubten hinter jedem Baum lauerte eine Gestalt, die nur darauf wartete sie zu töten. Die Dunkelheit ließ den Wald unheimlich aussehen. Plötzlich trat Katie in etwas Feuchtes und blickte nach unten. Zu ihrem Entsetzen war es Blut. Sie bemerkte, dass der ganze Boden durchtränkt war. Danach sah sie die beiden abgetrennten Köpfe der Mädchen. Als letztes fiel ihr Blick auf Marc, der gefesselt war. Katie setzte sich hin. Sie spürte wie Tränen über ihre Wangen rollten. Sie hatte die Beiden nie sonderlich gemocht, doch ihr Schicksal war so grauenvoll, dass sie einfach nicht anders konnte. Sie schaute ihren Freund an, der bewusstlos schien. Sie wollte ihn losbinden, doch Alex hielt sie zurück.
„Was ist?“ fragte sie
„Katie, ich weiß er ist dein Freund und er ist auch meiner, aber könnte es nicht sein… naja, also er war schon dabei als William starb. Und jetzt geht er mit Amy und Sofie mit und sie sterben. Liegt da nicht die Vermutung nahe, dass er der Mörder ist?“
Katie starrte ihn verblüfft an. Ihr wäre diese Verdächtigung nie in den Sinn gekommen, da Marc immer sehr ruhig war. Doch jetzt wo sie darüber nachdachte, konnte sie es nicht ausschließen. Es stimmte nun mal, dass ihr Freund sehr verdächtig war. Schließlich fragte sie zögernd
„Was schlägst du also vor?“
„Ihn gefesselt zu lassen und in unser Lager zu bringen.“
Hopkins, der sich im Hintergrund gehalten hatte fragte;
„Aber warum? Warum sollte er all seine Klassenkameraden umbringen?“
„Vielleicht ist er ein Psychopath“ mutmaßte Alex
„Und warum hat er dann vorher niemanden angegriffen, oder auch nur jemanden geschlagen?“
„Was weiß ich!“ schrie Alex „Ich weiß nur, dass er der Mörder sein KÖNNTE!“
„Ist ja schon gut.“ sagte Hopkins eingeschüchtert.
Sie trugen ihn gemeinsam zum Lager und warteten darauf, dass er endlich aufwachte. Der Lehrer murmelte etwas davon, dass er etwas von dem Essen holen werde. Katie und Alex warteten stumm. Katie war stark auf ihren Freund konzentriert, den sie glaubte zu kennen. Plötzlich bemerkte sie ein Glänzen im Sand 100 Meter von ihnen entfernt. Auch Alex hatte es gesehen. Sie standen auf und bewegten sich langsam darauf zu. Sie sahen sich kurz an, dann fingen sie an zu graben. Es kam eine Pistole zum Vorschein. Alex hob sie langsam auf und betrachtete sie, dann steckte er sie in seine Hose.
„Graben wir weiter, vielleicht finden wir noch eine“, sagte er aufgeregt. Mit offenen Mündern fanden sie weitere Waffen: eine Kettensäge, einen Feldstecher, eine Machete und ein Messer, das Katies Aufmerksamkeit auf sich zog. Sie betrachtete den braunen Griff, in dem ein goldener Sensenmann eingraviert war. Die Achseln zuckend, steckte sie es in ihre Tasche. Doch dann hörte sie hinter sich ein schmatzendes Geräusch. Sie fuhr herum und dann schrie sie auf.


Alex war zu Boden gegangen. Sie erkannte die Umrisse der Axt, die auch schon Justin getötet hatte. Hinter ihm, die Hände immer noch an die Axt gelegt, stand Marc. Er hatte die Augen geschlossen, offenbar genoss er diesen Augenblick. Dann kam eine zweite Person. Es war Hopkins. Er schritt auf Katie zu, die nicht mehr genug Luft zum Schreien hatte. Er schlug ihr mit voller Kraft ins Gesicht und sie ging zu Boden.
„Die ist bewusstlos.“, sagte die Hopkins.
„Gut, dann sind wir fast fertig“ meinte Marc
Marc hatte die Axt losgelassen und war zu Hopkins hinübergegangen.
„Endlich, endlich habe ich meine Rache! All diese Jahre habe ich von diesem Moment geträumt … “. sagte Hopkins. Seine Stimme zeugte von Glückseligkeit.
„Zeit für den letzten Teil unseres Plans. Wir werden …“, doch er brach ab als ein Knall ihn verstummen lies. Hopkins brach zusammen und blieb reglos liegen. Blut befleckte den Sand. Marc erblickte Katie, die Pistole in der Hand. Er grinste.

Kampf ums Überleben


„Da will wohl jemand Ärger machen.“, sagte er, als ob er übers Wetter redete.
Katie blickte ihn voller Hass an. Er war so gelassen und zeigte keinerlei Reue oder Trauer.
„Wieso?“, war das einzige was sie hervorbrachte.
„Das ist eine lange Geschichte. Dennoch werde ich sie dir mit Vergnügen erzählen. Alles begann damit, dass Herr Hopkins unser Lehrer wurde. Alle haben sich über ihn lustig gemacht, ihn erniedrigt und über die Jahre gedieh sein Hass. Vor ein paar Wochen reifte sein Plan Rache zu nehmen. Ich half ihm, denn ich verachtete unsere Klasse ebenfalls. Sie haben mir einmal einen Streich gespielt, der mich beinahe umgebracht hätte. Schon immer wurde ich gehänselt. Es war im Schwimmbad in der 8. Klasse. Damals war ich noch schwach und einer der kleinsten. Und als wir Schwimmunterricht hatten, haben sie mich gepackt und unter Wasser gezogen. Ich wäre ertrunken, wenn Hopkins mich nicht gerettet hätte. Von da an wuchs mein Hass ins unermessliche und ich fing an hart zu trainieren. Ich wollte es ihnen heimzahlen. Also war ich begeistert von der Idee euch hierher zu locken. Wir planten alles genau. Zunächst schlugen wir der Klasse die Reise nach Hawaii vor. Als der Vorschlag angenommen wurde, vergruben wir hier einige Waffen und versteckten ein Motorboot. Danach schauten wir uns die Insel genau an. Wir legten eine Liste an mit all jenen, die mich fast umgebracht hätten…“
„Aber das waren doch nur Justin und William!“
„…und jene“, fuhr Marc ungerührt fort „die nur dabei gestanden und mich ausgelacht haben. Hopkins las die Liste vor und der Rachefeldzug konnte beginnen. Ich schmuggelte Justin diesen Brief in die Tasche. Als er am nächsten Tag allein war, habe ich ihm versehentlich den Kopf gespalten.“ Er kicherte bei der Erinnerung daran. „Dann ging ich mit William allein in den Wald. Es war so einfach, ihm die Kehle durchzuschneiden. Und noch einfacher war es euch weiszumachen, dass ein Mann in einer Kutte ihn getötet mich verletzt hat. Wärt ihr misstrauischer gewesen hättet ihr gemerkt, dass ich gar keine Wunde hatte.“ Wieder das Kichern.
Katies Hand zitterte. Tränen liefen ihr übers Gesicht. Wie ihr Freund, den sie so liebte, zum Mörder hatte werden können, konnte sie nicht begreifen. Dann dachte sie an all ihre toten Klassenkameraden und Zorn wallte in ihr auf. Sie bemerkte, dass sein Grinsen eine Spur breiter wurde.
„Und dann hat sich dieser Schwachkopf Daniel selbst getötet. Und Sofie und Amy waren so dumm mich zu fragen, ob ich mit ihnen gehen könnte. Als ob ich William beschützt hätte.“
Er schnaubte verächtlich „Nachdem ich die beiden dummen Zicken erledigt hatte, ließ ich mich von Hopkins fesseln, um ein Ablenkungsmanöver zu starten. Allerdings wundere ich mich, wie reibungslos alles geklappt hat. Ihr hättet euch doch nur fragen müssen, wie ich gefesselt wurde. Doch dann ist etwas Unerwartetes passiert. Der gute Hopkins hatte die Pistole nicht richtig eingegraben und ihr konntet euch bewaffnen. Alex hat es freilich nicht viel geholfen, aber Hopkins musste für seinen Fehler bezahlen.“ Er seufzte „Schade, denn die Pistole war für unser großes Finale gedacht.“
„Was für ein Finale?“, fragte Katie.
„Unser Plan war, dich auf der Insel zurückzulassen und dir die Wahl zu lassen, dich selbst zu erschießen oder zu entkommen versuchen. Wir wären mit dem Motorboot verschwunden und hätten behauptet ihr wärt bei einem Schiffsunglück ums Leben gekommen. Naja, dann werde ich mir wohl was anderes ausdenken müssen.“
„Du wirst dir gar nichts mehr ausdenken“, sagte Katie hasserfüllt und drückte ab. Die Pistole klickte nur.
„Ach, hab ich das nicht erwähnt?“, fragte Marc ungerührt „Im Magazin war nur ein Schuss. Und nun meine liebe Katie, ist es Zeit zu sterben.“
Er ging auf Katie zu. Doch sie drehte sich um und rannte in den Wald hinein. Marc rannte zum Waffenlager, nahm die Machete und dann jagte er ihr hinterher. Katie hörte, wie er sich mit der Machete einen Weg bahnte. Sie rannte weiter, Äste peitschten ihr ins Gesicht. Sie war ein Stück weiter gelaufen, als sie über eine Wurzel stolperte und hinfiel. Sie hörte Marc immer näher kommen. Sie hatte gerade ihren Fuß befreit, als er über ihr stand.
„Brauchst du Hilfe?“, fragte er höhnisch.
Er holte mit der Machete aus, doch Katie war schneller. Sie zog den Dolch aus ihrer Tasche und rammte ihn Marc bis zum Griff ins Bein. Blut spritzte und Marc schrie auf. Er ließ die Machete fallen und wälzte sich am Boden. Katie rappelte auf hoch und rannte zurück in Richtung Strand, Marc hatte ausnahmsweise nicht gelogen: sie entdeckte das Motorboot gesagt hatte war dort ein Motorboot. Sie hörte hinter sich Marc brüllen:
„Komm zurück, du verdammte Schlampe! Ich werde dich sowieso erwischen! Das wirst du noch bereuen“.

Epilog

Katie sitzt in ihrem Zimmer und schreibt ihre Insel-Erlebnisse auf. Drei Wochen ist es her und dennoch verfolgt es sie jeden Tag, wenn sie zur Schule geht und die leeren Plätze im Klassenzimmer sieht. Sie träumt immerzu von den Leichen und von Marc. Katie fragt sich ob er noch lebt. Sie steht von ihrem Stuhl auf und geht aus ihrem Zimmer. Lustlos ging sie aus dem Haus in den Garten. Dort steckte etwas im Rasen. Sie näherte sich neugierig. Es war ein Messer. Ein Messer mit einem goldenen Sensenmann in dem braunen Holz.

 

Dieser Artikel entstand im Rahmen der Schreibwerkstatt der Klasse 10 am Königin-Charlotte-Gymnasium Stuttgart- Möhringen

 
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