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Schule & Projekte

Besuch im Freiburger FreiLab: Fräsen, nähen, helfen

Ihr wollt ein Regal bauen? Oder was nähen? Oder etwas aus dem 3D-Drucker hervorzaubern? Seit März gibt es in Freiburg die offene Werkstatt FREILab. Jeder kann dort handwerkliche Projekte verwirklichen in einem kreativen Umfeld. Die offene Werkstatt finanziert sich teilweise auf Spendenbasis. f79-Autorin Valentina Poveda hat vorbeigeschaut.

 
 

Am Anfang ist da nur ein Stück Papier. Darauf schreibe ich "chilli". Dann wird es gescannt und zum Laser Cutter geschickt. Der magische Teil beginnt: Die Buchstaben werden gedruckt, der Laser schneidet allle sechs Teile in Form. Jetzt muss ich das Ding nur noch zusammenbauen - und fertig ist mein Würfel.

Die Werkstatt des FreiLab auf 120 Quadsratmetern Fläche in der Ensisheimer Straße 4 ist in verschiedene Bereiche geteilt: Es gibt eine Holzwerkstatt, die Design-, Textil- und Elektrowerkstatt und eine allgemeine Werkstatt. Auch ein Fahrradbereich gehört dazu: Dort finden Bastler Zentrierständer für platte Räder und sonstige Werkzeuge, um Fahrräder zu reparieren oder zusammenbauen.

Das Textilbereich ist beim f79-Besuch noch nicht ganz fertig. Drei Nähmaschinen sind aber schon da. Genau wie jede Menge Stoff. Wer lieber etwas zusammenlöten möchte, wird im Elektrobereich fündig. Bei einem Workshop wurden dort zum Beispiel aus Recyclingmaterial eine E-Gitarre mit Verstärker gebastelt. In der sogenannten Nerdkammer gibt's sogar einen 3D Drucker, der Objekte aus Plastik herstellen kann.

 

 

Dort steht auch der ausgeliehene Lasercutter – ein eigener soll her, Spenden werden dafür gesammelt. Mit der Hightec-Maschine hat Tobias Bodewig, Student der Universität Freiburg, schon einen kleinen Eiffelturm gebaut. Er ist FreiLab-Mitglied seit Oktober. Am meisten gefällt ihm, dass man mit verschiedene Spezialisten aus mehreren Bereichen arbeiten kann. Wer Hilfe braucht, findet sie in der offenen Werkstatt.

In der mechanischen Werkstatt gibt es zum Beispiel eine Fräse, mit der Metall graviert oder geschnitten werden kann. Zahlreiche Materialen stehen zudem zur Verfügung. Im Holzbereich gibt's unter anderem eine Standbohrmaschine, um Löcher zu bohren. Jedes Regal in der Werkstatt wurde damit gebaut, erzählen die Macher.

Wer Mitglied werden möchte, zahlt 25 Euro pro Monat. Für Schüler sind es 15 Euro, Familien zahlen 35o. Mitglieder haben einen eigenen Schlüssel und können jederzeit in die Werkstatt rein. Mehr als 90 Mitglieder zwischen 5 und 70 Jahren gibt es derzeit.

Wer nur ein kleines Projekt verwirklichen möchte, kann Mitglied für einen Monat werden. Auch Nicht-Mitglieder kommen ins Freilab. Zehn Euro für die Nutzung sind eine sinnvolle Spende, heißt es. In jedem Fall gilt: Alle bekommen vor der ersten Nutzung eine kleine Sicherheitseinführung.

Das Freilab bietet auch Kurse mit der Volkshochschule (VHS) an. Das Team wünscht sich mehr junge Leute. Am 1. Oktober steigt beispielsweise eine Anfänger-Kurs zum 3D-Drucker .

Die Einnahmen des Freilab werden für Maschinen, Materialen und Raum investiert. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich.

 

www.freilab.de

 

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