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Schule & Projekte

Ich glaub ich steh im Wald - Freiburger Emil-Thoma-Realschule macht Unterricht zwischen Bäumen

Heute wurde der erste Freiburger Schulwald der Öffentlichkeit vorgestellt. Bei diesem bundesweit einmaligen Projekt können Mittelstufenklassen aller Schularten tage- oder wochenweise fächerübergreifenden Unterricht im Wald erleben – die erste Partnerschule ist die Emil-Thoma-Realschule aus Freiburg.

 
 

„Ich glaub ich steh im Wald“ – den Spruch, der Lehrerinnen und Lehrer seit jeher verstimmt, dürfen (einige) Freiburger Schülerinnen und Schülern ab sofort mit Fug und Recht äußern. Seit heute bietet nämlich die Stiftung Waldhaus Freiburg mehreren Klassen der Mittelstufe neue Möglichkeiten des „Lernens für nachhaltige Entwicklung“. Erste Partnerschule ist die Emil-Thoma- Realschule (ETRS). Im Beisein der neunten Klasse der ETRS haben heute Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik, Hans-Jürgen Muri, Direktor der Emil-Thoma-Realschule, Waldhaus-Leiter Markus Müller, Projektleiter Philipp Gottwald und Anke Held, beim Projektförderer Badenova für den Innovationsfonds verantwortlich, das „Projekt Schulverwaldung“ eröffnet.


Im Forstrevier Waldsee zwischen dem Sternwaldeck und dem Wasserschlössle befindet sich der erste Freiburger Schulwald. Auf einer kleinen Lichtung steht lediglich ein Bauwagen, der als Materiallager dient. In der ersten Projektwoche vom 11. bis 15. April wird die neunte Klasse der Emil-Thoma Realschule die nötige Infrastruktur wie Sitz- und Kochgelegenheiten und einen Unterstand für schlechtes Wetter schaffen. Dann haben Schüler aller Schularten die Möglichkeit, in ein- und mehrwöchigen Projekten unmittelbar im Wald zu wirtschaften.Sozialpraktika für Freiburger Schülerinnen und Schüler sind im Schulwald möglich.


Gefördert wird das Projekt „Schulverwaldung“
bis Sommer 2012 durch den Innovationsfonds für Klima- und Wasserschutz der Badenova. Dank dessen Förderbeitrag von rund 125.000 Euro konnte unter anderem eine halbe Personalstelle bei der Stiftung Waldhaus geschaffen werden. Die Stelle ist befristet und wurde mit einem Diplom-Forstwirt und Umweltpädagogen besetzt. Seit 2001 fördert die Badenova derartige Vorhaben mit dem Innovationsfonds. Jahr für Jahr verzichten die kommunalen Anteilseigner des regionalen Energiedienstleisters auf garantierte drei Prozent des Unternehmensgewinns, um beispielgebende, neuartige Klima- und Wasserschutz-Projekte zu ermöglichen. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Kommunen, Verbände, Vereine, Unternehmen und andere Organisationen. Vor der Mittelvergabe werden die Vorhaben durch einen unabhängigen Sachverständigenbeirat und einen Beirat aus kommunalen Vertretern geprüft. Der Badenova-Innovationsfonds hat in den vergangenen Jahren knapp 19 Millionen Euro an Fördermitteln für inzwischen 174 Umweltprojekte in der gesamten Region zur Verfügung gestellt. Durch die Fördermittel wurden über 80 Millionen Investitionen im Umwelt- und Klimabereich ausgelöst.

 
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