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Schule & Projekte

Stimmungstief Ade - Sechs Tipps gegen Herbst- und Winterleiden (inklusive Gute-Laune-Video-Playlist)

Mit den ersten sich färbenden Blättern wächst bei vielen der Unmut über die kommenden kalten Tage. Ganz Unrecht haben die vielen Herbstmuffel nicht – das Tageslicht verabschiedet sich bereits um fünf Uhr, jede Fahrt mit der Straßenbahn wird zur öffentlichen Virenparty, der Herbstblues drückt die Stimmung. Die Aussicht auf einen Winterschlaf klingt zwar verlockend, ist aber nach wie vor nur wenigen Säugetieren vorbehalten. Deshalb hat sich f79-Autorin Wiebke Müller mit den ungemütlichen Seiten des Winters auseinandergesetzt und verrät, wie man sie zum Guten wenden kann.

 
 

Geht shoppen!


Wenn man bedenkt, dass der Winter durch sein frühes Eintreten vielleicht ein halbes Jahr dauern könnte, lohnt es sich auch, in die kalte Jahreszeit zu investieren. Es gibt nämlich, wie der Norweger sagen würde, kein schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Kleidung. Also geht shoppen! Denn nur dick eingepackten Menschen macht die kalte Jahreszeit Spaß. Und wem die Aussicht auf den Kartoffel-Look - vor lauter Kleidung schon ganz unförmig - Albträume beschert, sollte sich nach modischen Alternativen umsehen. Auch lohnt es sich, einmal so fabelhafte Dinge wie Thermo-Schuheinlagen wirklich anzuschaffen, anstatt immer nur davon zu hören. Die Konsumwelt bietet schließlich alle Formen der Anti-Frost-Bekleidung.

Seid kindisch!


Bei andauernder Antriebslosigkeit ist Selbsthilfe angesagt. Seid kindisch! Fahrt Karussell auf eurem Schreibtischstuhl, macht eine Schneeballschlacht im T-Shirt, besorgt euch Gummistiefel und springt in Pützen wenn euch danach ist, spielt Verstecken im IKEA, singt laut unter der Dusche, streicht eure Wohnung neu, beobachtet fremde Menschen oder redet mit Freunden über Obszönitäten. Übrigens: Es macht genauso viel Spaß, wenn ihr all das nur für euch macht. Anfälle von plötzlicher Albernheit haben später im Internet nichts verloren. Mal ehrlich, ihr wisst doch, dass ihr Spaß habt, dafür braucht ihr kein Beweismaterial.

Geht raus!


Wer sich plötzlich einem unaufhörlichen Stimmungstief gegenüber sieht, muss sich klar machen, dass dies am Lichtmangel liegt, der auf Grund der sinkenden Sonnenstunden eintritt. Wer deshalb aber der Meinung ist, sich der feindlichen Welt draußen durch eine Überwinterung in stiller Untätigkeit entziehen zu können, tut sich nichts Gutes. Es kostet vielleicht Überwindung, aber Joggen, Gartenarbeit oder Spazierengehen helfen, dem Herbstblues ein Ende zu setzen. Angriff war schließlich schon immer die bessere Verteidigung. Das Sonnenlicht ist nämlich trotz der dicken Wolkendecke noch immer drei bis viermal stärker als das künstliche Pendant.

Organisiert euch um!


Da wir Mitteleuropäer durch die Minusgrade zurück in unsere beheizten Behausungen getrieben werden, gehen viele schöne Plätze verloren, auf denen man sonst bis in die spät in die Nacht seinen Vergnügungen nachgehen konnte. Grillen macht bei Regenwetter auch eher weniger Spaß. Deswegen müssen wir uns umorganisieren. Macht Sachen, die man nur im Winter Spaß machen. Die Wintersportler findet man mit dem ersten Schnee automatisch nur noch auf den Pisten. Die weniger Ski- und Snowboardbegeisterten könnten auch einmal wieder den Schlitten aus dem Keller kramen, entstauben, ein schreiend buntes Kleidungsstück kaufen, damit man nicht übersehen wird, und ab geht es auf den Hügel. Dann kann man noch Schlittschuhlaufen gehen, sich am Glühweinstand wärmen, morgens einfach länger im Bett bleiben, ohne als faul abgestempelt zu werden, und sich bei Freunden zum Kochen einladen. Ein Wohnzimmer ersetzt zwar platzmäßig noch lange nicht den Park, ist aber im Moment um ein vielfaches gemütlicher.

Geteiltes Leid…


Bei Sport ist Vorsicht geboten. Durch die niedrigen Temperaturen wärmen sich die Muskeln viel langsamer auf als sonst, wodurch das Verletzungsrisiko steigt. Wer sich unwohl fühlt, sollte auch mal einen Gang runter schalten können, um Erkältungen keine Chance zu lassen. Wer trotzdem die meiste Zeit mit einer Schnupfennase herumläuft, findet garantiert schnell Leidensgenossen. Wenn man ganz sicher ist, sich gegenseitig angesteckt zu haben, und in Folge dessen dieselbe Erkältung hat, lohnt es sich vielleicht, auch einen Tag zusammen blau zu machen und gemeinsam gesund zu werden. Sich Küssen ist in dem einen Fall übrigens erlaubt.

Hört Musik!


Da die Herbstmuffeligkeit vor Allem Kopfsache ist, kann man sie hervorragend manipulieren. Schon die Wise Guys singen: „Sommer ist, was in deinem Kopf passiert!“ Liedchen sind nämlich genau das, was dem Herbst fehlt. Deshalb hier last but not least eine Anti-Trübsal-Playlist:

Beach Boys: “Surfin USA”


Phenomenal Handclap Band: “15 to 20”


Train: „Hey Soul Sister“


Barry Louis Polisar: „All I Want Is You“


Moondog: „Do Your Thing“


Gnarls Barkley: “Run”


Eddie Grant: „Gimme Hope Joanna”

 
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