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GroKo will Azubi-Mindestlohn: Fleischer und Friseure verdienen am wenigsten

Die Unterschiede bei Ausbildungsgehältern sind gewaltig. Am wenigsten bekommen Fleischer und Friseure. Die Große Koalition will das mit einem Azubi-Mindestlohn ändern. Doch das Vorhaben ist umstritten.

 
 

876 Euro. So viel hat 2017 im Schnitt jeder Auszubildende in Deutschland monatlich verdient. Doch die Schere geht weit auseinander, meldet das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). Nur 310 Euro brutto bekamen Fleischer-Azubis in Ostdeutschland im ersten Lehrjahr. Auf Rang zwei liegen Friseure mit schlappen 406 Euro. Zu den Gutverdienern zählen zum Beispiel Konstruktionsmechaniker. Sie bekommen im ersten Jahr 975 Euro (West) oder 958 Euro (Ost).

SPD und Union möchten das ändern. Im Koalitionsvertrag steht die Einführung einer Mindestausbildungsvergütung. Sie soll bis zum 1. Januar 2020 in Kraft treten. Die Höhe des Azubi-Mindestlohns ist noch offen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) macht jedoch einen Vorschlag: Jeder Azubi soll mindestens 80 Prozent der durchschnittlichen Azubi-Tarif-Löhne bekommen. Das hieße im ersten Jahr 635 Euro, im dritten 768 Euro. Bis zu 160.000 Azubis in Deutschland könnten profitieren, so der DGB. Etwa zwölf Prozent.

Kritiker warnen: Müssten Betriebe mehr Lohn zahlen, würden sie weniger einstellen. Der DGB hält dagegen: In schlecht bezahlten Ausbildungsberufen seien die Abbruchquoten am höchsten. Das könne sich bei mehr Gehalt ändern.

 

 

 

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