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Musik & Medien

Lachen aus Mitleid: Die Welt erklärt in Emojis

Lachen, weinen, schmollen. Max Bennet stellt in seinem Buch „Die Welt in Emojis“ Alltagssituationen anhand von Smileys dar. Die Ideen und Witze im Buch sind jedoch zu klischeehaft, finden die f79-Autorinnen Anastasia Klose und Sara Mayer. Ihnen kratzt das zu sehr an der Oberfläche.

 
 

„Zum Schmunzeln, Zustimmen und Mitlachen”. So soll das kleine Buch sein, wie auf der Rückseite zu lesen ist. Es zeigt Alltagssituationen anhand von Emojis. Der Tag eines Mannes besteht demnach aus: gähnen, lächeln, lächeln, lächeln, lächeln, lächeln und schlafen. Der einer Frau sieht dagegen deutlich abwechslungsreicher aus: gähnen, sich beschweren, überglücklich sein, grimmig sein, lachen, weinen und schlafen. Ziemlich simpel, ziemlich stereotypisch.

Viele weitere Situation finden sich in dem bunten Werk: "Wenn ich meinen Freunden vom Wochenende erzähle". Oder "Was passiert, wenn man den Kundenservice des Netzanbieters anruft". Oder "Wozu Laptops genutzt werden".

Ist das zum Mitlachen? Nicht für Schüler. Wenn dann für Leute, die 40 Jahre alt sind und gerade erst den Sinn von Emojis verstanden haben. In mehr als 100 „Witzen“ lacht man etwa zweineinhalb Mal, aber eher aus Mitleid. Die Hälfte der Emojis sind überflüssig, die andere Hälfte ist falsch zugeordnet. Der Autor hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, die weiblichen Gesichter statt den gelben Emojis durch hautfarbene und halbwegs menschliche Emojis zu ersetzen.

 

Buch // Die Welt erklärt in Emojis

Autor // Max Bennet

Verlag // riva

Seiten // 96

Preis // 7,99 Euro

 

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