Drucken

Musik & Medien

Buch-Tipp: Die Banane und der Hobbit

Elfen, Nymphen und Drachen kennt Allison nur aus dem Film. In ihrem behüteten Internatsleben hätte sie nie damit gerechnet, dass es solche Fabelwesen tatsächlich gibt – und sie mittendrin ist. In dem Fantasy-Roman „Die magische Pforte der Anderwelt“ von Sandra Regnier beginnt alles in den unterirdischen Gängen Edinburghs – und einer Wunde am Finger. Allison ist auf einmal mehr als nur eine 16-jährige Schülerin: Sie ist der Schlüssel.

 
 

Gegen ihre roten Locken kommt Allison nicht an – weder das Glätteisen noch der Föhn haben eine Chance. Und außerdem steht sie total auf Süßes, was man leider auch an ihrer Taille sieht. Sie ist zudem nur 1,58 Meter groß. Im Vergleich zu Finn wirkt sie wie ein Zwerg oder ein Hobbit aus Herr der Ringe. Finn ist ein Elf und eine absolute Banane – wenn auch eine mürrische. Damit ist nicht das Obst gemeint, sondern ein heißer Typ. Für Allison und ihre beiden besten Freundinnen ist "Banane" das Codewort dafür. Denn Finn ist groß, muskulös, hat verwuschelte blonde Haare und wunderschöne, grüne Augen. Kurz gesagt: Er könnte glatt als Topmodel durchgehen.

Die 16-Jährige lebt seit vier Jahren im Internat in Edinburgh. Ihre Eltern sind berühmte Tierforscher und drehen Dokumentarfilme. Früher musste Allison die beiden bei ihren Reisen begleiten, bis sie in eine Schlucht fiel. Sie verletzte sich so schwer, dass ihre Eltern sie lieber ins Internat steckten. Was ihr so gar nicht gefiel. Zum Glück hat sie Camilla und Emma, ihre beiden besten Freundinnen, die ihr das Internatsleben erleichtern.

Die drei Freundinnen gehen ins Mary King Close, Edinburghs berühmte „Stadt unter der Erde“. Verballert wie Allison ist, beschmiert sie dort aus Versehen eine Wand mit ihrer blutenden Fingerwunde – und öffnet dadurch eine magische Pforte. Finn, der Wächter dieser Pforte, entführt daraufhin Allison: Sie soll die Pforte wieder schließen. Doch Allison hat keine Ahnung, wie sie das anstellen soll. Sie wusste ja nicht einmal, dass sie etwas Magisches geöffnet hatte.

Von der Pforte gehen ungemeine Kräfte aus. Gefährlich für Elf, Mensch und Tier. Der super heiße Elf und Allison machen sich auf die Suche nach einer Möglichkeit, wie sie die Pforte wieder schließen können. Allison merkt, dass sie kein gewöhnlicher Mensch ist: Sie ist der Schlüssel. Und auf einmal kann sie die Gedanken von anderen lesen – auch die von Finn. Und dann droht ihr auch noch, von einem Drachen verspeist zu werden.

Die entstehende Spannung und Hingezogenheit zwischen Finn und Allison erkennt der Leser sofort – zumindest was Allison angeht. Der Elf lässt nicht sonderlich viele Gefühle zu. Aber ab und an scheint es, als ob auch er Gefühle für die Schülerin entwickelt.

Der Leser begleitet während der Fantasy-Geschichte Allison als Hauptfigur. Manchmal sind in kurzen Abschnitten Finns Gedankengänge aufgeschrieben. Die Internatsschülerin ist aufgeweckt, quirlig und enorm wissbegierig, was sich im Schreibstil wiederspiegelt. Außerdem ist die Ausdrucksweise jugendlich gehalten: „Aufgeblasene Nuss“ nennt Allison zum Beispiel Valérie, die Austauschschülerin. Das Buch ist amüsant geschrieben, sodass ein plötzliches Auflachen beim Lesen (oder zumindest ein Schmunzeln) durchaus drin ist.

Das offene Ende verspricht einen nächsten Band voller Abenteuer rund um die rotgelockte Allison mit Sommersprossen im Gesicht. Denn während einer Verfolgungsjagd wirft Finn die Schülerin in die magische Pforte. Allison kann noch erkennen, wie Finn von anderen Elfen festgenommen wird – dann schließt sich die Öffnung und sie ist alleine.

Das Buch ist aus der Elfen-Reihe der Pan-Trilogie:

1. Teil der Pan-Trilogie: Das geheime Vermächtnis des Pan
2. Teil: Die dunkle Prophezeiung des Pan
3. Teil: Die verborgenen Insignien des Pan

 

Das Buch

 

Die magische Pforte der Anderwelt
Carlsen Verlag GmbH
336 Seiten
Sandra Regnier

 

 

 

Mehr dazu

 

Reifen statt Röllchen: Hula-Hoop-Kurse in Freiburg sind Trend

Das Zielwasser ist wichtig: Von Backenblähmethoden beim Kirschkernweitspucken

Diagnose Down-Syndrom: Freiburger Familien erzählen im chilli über ihre Kinder

 
 
Es wurden noch keine Kommentare hinterlassen.

Eigenen Kommentar schreiben:

 

Kalender

December 2017:

Sun Mon Tue Wed Thu Fri Sat
1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
31
 

Schlagwörter