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Musik & Medien

Maeckes & Maxim beim Freiburger Festival: einmal hell, einmal dunkel

Zwei auf einen Streich: Der Stuttgarter Rapper Maeckes und der Popsänger Maxim haben Freiburg gerockt. Die zwei traten beim Doppelkonzert des Freiburger Festivals in der Brauerei Ganter auf. Unterschiedlicher hätten ihre Auftritte kaum sein können, findet f79-Autorin Sofia Lösch.

 
 

Munter kommt Maeckes auf die Bühne gesprungen und verbreitet mit einem breiten Grinsen im überschaubar gefüllten Saal der Brauerei Ganter gute Laune. Der hellblaue Wolkenhimmel als Hintergrund passt perfekt zu Maeckes' gelbem Anzug. Die Lieder des Rappers - bekannt als Teil der Orsons - sind vielseitig: Es wird sowohl gebounced als auch gepogt. So ist für jeden etwas dabei.

Wenn man Die Orsons kennt, erwartet man witzige, nicht immer ganz sinnvolle Texte. Bei Maeckes Soloprogramm ist das anders: Seine Lieder regen zum Nachdenken an, sind tiefgründig. Sie handeln vom Versagen ("Loser") und von Selbstzweifel ("Unperfekt"). Der Stuttgarter mit den strahlend blauen Augen zeigt sich von vielen Seiten - und absolut ausgelassen. Ansteckend.

 

 

Auch die musikalische Untermalung ist vielseitig: Die Band von Maeckes spielt auf einem Kinder-Synthesizer, am Ende sogar mit einer Blockflöte. Sie wird von einem Barfüßigen gespielt, der auch Cello und Gitarre übernimmt. Leider dauert die Show nur eine Stunde. Nach einer Zugabe war's das schon.

Eine halbe Stunde dauert der Umbau für den samtweichen Popsänger Maxim. Neue Instrumente, neuer Hintergrund. Alles sieht ein bisschen dunkler aus. Maxim, bekannt durch das Lied Meine Soldaten, betritt die Bühne ganz in schwarz. Schwarzer Hut, schwarzes T-Shirt, schwarze Jacke, dunkle Jeans.

Entsprechend melancholisch ist die Musik. Eineinhalb Stunden spielt Maxim, wenn man nicht jedes Lied kennt, zieht sich das Konzert ganz schön. Dennoch berührt die Musik und man merkt wie viel ihm seine Texte bedeuten. Die samtweich-heißere Stimme geht unter die Haut. Auch wenn Maxim an diesem Abend phasenweise etwas unmotiviert wirkt. Mag sein, dass er sich einen volleren Saal gewünscht hat.

 

 

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