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Leute & Leben

Vegetarier essen Fruchtfleisch: Handwerk startet humorvolle Qualitätsoffensive rund um die Wurst

Respekt, Nachhaltigkeit, Qualität. Das Handwerk setzt diese Werte witzig in Szene: Auf einer Vegetariermesse geht’s um die Wurst: Satiriker und Journalist Carsten van Ryssen stellt dort Besuchern provokante Fragen und lacht sich dabei mit ihnen auch mal schlapp.

 
 

Das Motto der Aktion: 5 Millionen Vegetarier wollen bekehrt werden. Ziel ist, für gesunde Ernährung und bewussten Fleischkonsum zu sensibilisieren. Im Video zum Messebesuch in Berlin überzeugt van Ryssen mit Humor und Schlagfertigkeit. Er spricht mit den Gästen über Tofu, Veggie-Gulasch und Wurstboxen am Bahnhof für Fleischesser. Es wird klar: Essen hat weniger mit Ideologie zu tun, sondern mehr mit Genuss und Qualität.

Bremsen Vegetarier auch für Mett-Igel? Essen Vegetarier eigentlich Fruchtfleisch? Mit solchen Fragen hält das Handwerk dogmatischen Vegetariern den Spiegel vor und unterstreicht: Es steht für qualitativen, nachhaltigen und respektvollen Umgang gegenüber Tieren und Lebensmitteln ein. Spitzfindig und humorvoll stellt sich hierfür Satiriker Carsten van Ryssen Besuchern auf der Vegetariermesse entgegen. Das dabei entstandene Video ist auf handwerk.de und in den einschlägigen Social-Media-Kanälen des Handwerks zu sehen.

Egal ob mit Vegetariern, Veganern oder Fleischkonsumenten – das Handwerk regt bewusst durch die satirische Machart zu einer Diskussion über Fleischqualität und -herkunft an. „Uns geht es nicht darum, Vegetarier zu belehren. Vielmehr wollen wir betonen, dass auch wir gegen billige Massenproduktion sind und dieselben Interessen vertreten. Werte wie Qualität, Nachhaltigkeit, Verantwortung und Respekt stehen bei uns im Fokus“, sagt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks. Aufgrund der hohen Qualitäts- und Genussansprüche des Fleischerhandwerks gäbe es keinen Grund, auf Fleisch zu verzichten. „Fleischer stellen qualitativ hochwertiges Fleisch her, das – in Maßen verzehrt – wertvolle Nährstoffe enthält. Dabei achten sie auf den Bezug regionaler Tiere aus tiergerechter Haltung“, so Schwannecke.

Auch Carsten van Ryssen steht hinter der Aktion: „Die humorvolle Auseinandersetzung mit heiklen Themen rund um Ernährung kann auch befreiend wirken und einen Beitrag zum verständnisvolleren ‚Miteinander-Essen‘ leisten. Auch wenn ich in den Gesprächen auf der Vegetariermesse teilweise vorsichtig sein musste: Eingefleischte Vegetarier spielen schnell mal die beleidigte Leberwurst und schwingen die Moralkeule, obwohl ich sie gar nicht auf die Schlachtbank führen möchte. Mein Motto lautet: fair beim Verzehr.“

Bereits 2016 hat das Deutsche Handwerk Haltung gezeigt: Ende Juni setzte es unter dem Motto „Alle kopieren Trends. Einer muss sie erfinden“ mit 150 identisch gekleideten „Klonen“ auf dem Berliner Alexanderplatz ein Zeichen gegen Uniformität und Kopien. Im August folgte die Webserie „Klassetester“, die für die Werte des Handwerks sensibilisierte und mit Handwerksqualität gegen Massenware in humorvollen Belastungstests antrat.

Die Aktionen sind Teil der bundesweiten Imagekampagne des Handwerks. Diese will Jugendliche auf die vielfältigen Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten im Handwerk aufmerksam machen. Sie unterstreicht aber auch die Qualität handwerklicher Produkte und Dienstleistungen – und damit die Bedeutung und Zukunftsfähigkeit dieses Wirtschaftsbereichs.

 

 

 

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