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Kino & Video

Disneys gelungenes Remake: „The Jungle Book“

Was für eine Herausforderung für „Iron Man“-Regisseur Jon Favreau: Disneys „Das Dschungelbuch“ gilt als erfolgreichster Kinofilm der Nachkriegszeit mit mehr als 27 Millionen Besuchern in Deutschland. Nun versucht sich Favreau an einer Realverfilmung des Zeichentrickklassikers. Und das mit Erfolg: „The Jungle Book“ holt sich Platz 1 der Kinocharts.

 
 

Schauplatz: Indiens Urwald. Der mächtige Tiger Shir Kahn (gesprochen von Ben Becker) und ein Mann stehen sich in einer Höhle umgeben von Dunkelheit kampfbereit gegenüber. Der Inder hat einen kleinen Sohn, der von einer Ecke in der Höhle die Szenerie mit Furcht beobachtet. Der Tiger greift den mit einer Fackel bewaffneten Mann an und es beginnt ein erbitterter Kampf um Leben und Tod. Plötzlich wird es still – der Inder ist tot. Gebranntmarkt von der „roten Blume“, wie die Dschungelbewohner das Feuer nennen, flüchtet Shir Kahn. Dabei bemerkt er nicht, dass er jemanden zurücklässt: Den Waisenjungen Mogli (Nachwuchssprecher Pablo Ribet-Buse).

Der schwarze Panther Baghira
(Joachim Król) entdeckt den Jungen und findet bei einem Wolfsrudel eine neue Familie für ihn.

Ein paar Jahre später, nimmt Shir Kahn an einer Wasserstelle die Witterung Moglis auf. Hier kommen alle Dschungelbewohner während der Trockenzeit zusammen, denn es herrscht Waffenruhe. Shir Kahn droht Mogli zu töten sobald die Dürre vorüber und somit die Waffenruhe aufgehoben ist. Er will den Dschungel von jeglicher menschlicher Bedrohung befreien.

Um Mogli zu schützen, will Baghira den davon wenig begeisterten Jungen zu den Menschen zurückbringen. Auf dem Weg ins Menschendorf werden sie durch einen Angriff Shir Kahns voneinander getrennt und Mogli muss den Weg alleine zurücklegen. Dabei trifft er auf hinterlistige Dschungelbewohner wie die Schlange Kaa (Jessica Schwarz) oder den Affenkönig Louie (Christian Berkel). Auf seiner Reise durch den Dschungel freundet er sich aber auch mit dem lustigen, aber leicht manipulativen Bären Balu (Armin Rohde) an.

Gigantopithecus will von Mogli Feuer, um an die Spitze der Nahrungskette zu gelangen.

 

Bis auf den Jungschauspieler Neel Sethi und einzelne Sets ist alles animiert. Das fällt jedoch nicht weiter auf. Alles ist so real gestaltet, dass man sich fragt, ob die Tiere aus einem Dokumentarfilm gefallen sind. Sethis Performance ist beeindruckend, wenn man bedenkt, dass der charismatische Junge vor den Dreharbeiten nie Schauspielunterricht hatte.

Schön zu sehen ist auch, dass der Film sich in vielen Punkten an dem beliebten Original orientiert: Sogar die berühmte Szene bei der Mogli auf dem Bauch Balus einen Fluss entlangfährt und die beiden „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ zum Besten geben, fehlt nicht. Gelungen ist die Idee von Favreau, Kaa in eine weibliche Schlange abzuändern. Er empfand die Besetzung der ursprünglichen Version von Disney als zu männlich.

Der Kinofilm ist besonders in 3D sehr zu empfehlen. Man kann gar nicht fassen, dass es sich nicht um echte Tiere und Schauplätze handelt. Der Film setzt somit hohe Maßstäbe an zukünftige Produktionen.

 

(Einfach aufs Bild klicken, um den Trailer zu sehen)

 

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