Drucken

Kino & Video

Anne Frank-Darstellerin überrascht in Freiburg

Verfolgt, versteckt, gestorben: Das Tagebuch der Anne Frank hat Millionen bewegt. Jetzt läuft der Film dazu im Kino. f79-Autorin Jule Fröhlich hat sich den Streifen in Freiburg angeschaut. Als Überraschungsgast tauchte Hauptdarstellerin Lea Van Acken auf. Jule konnte sogar ein Selfie mit ihr ergattern (Bild rechts).

 
 

Glatze schneiden für einen Film, Briefe an eine längst Verstorbene schreiben, tanzen gegen die Depression - das alles hat Lea Van Acken auf sich genommen, als sie die Hauptrolle in dem Film „Das Tagebuch der Anne Frank“ spielte. Das berichtete die 17-jährige Schülerin bei einem überraschenden Besuch im Freiburger Kino Harmonie. Dort stellte sich die Hauptdarstellerin des Films den Fragen des Publikum. Im Anschluss konnte Jule (links) noch ein Foto mit der Hauptdarstellerin Lea (Mitte) ergattern.

Anne Frank ist die erste Hauptrolle für Lea Van Acken, die in Schleswig-Holzstein lebt. Sie verkörpert die Rolle eines jungen jüdischen Schulmädchens, das wegen der Nazis versteckt in einem Hinterhaus in Amsterdam lebte. Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten, zusammengefasst im weltberühmten Tagebuch der Anne Frank. Das Mädchen starb 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen.

Der Film erzählt von Annes Ängsten, Sehnsüchten und Hoffnungen. Gleichzeitig aber auch von der Gewalt und Brutalität dieser Zeit. In Mitten all dieser Grausamkeit steht Anne, ein lebenslustiges, kritisches und offenes Mädchen. Sie verleiht der Geschichte ihre unglaubliche Leichtigkeit inmitten all des Schmerzes.

 

Bewegend: Anne Frank schreibt in ihrem Amsterdamer Versteck ihre Gedanken auf.

 

Um die Gefühle, die während des Drehs aufkamen, zu vergessen, erzählt Lea, dass sie oft mit ihrer Filmschwester im Zimmer getanzt oder Filme geschaut habe. Wie Lea bei einer Fragestunde im Freiburger Kino Harmonie sagt, habe sie sehr viel durch den Film gelernt. Sie schaut sich gerne den Mut dieses jungen Mädchens ab, das mit der räumlichen Enge und all den Regeln zu kämpfen hatte, die eingehalten werden mussten, um nicht aufzufallen. Auch durch Sticheleien lässt sich Lea nicht ablenken.

Nachdem sie sich für die Szene im Konzentrationslager eine Glatze schneiden ließ, wurde sie von einem Jungen gefragt, ob sie ein Mädchen oder ein Junge sei. Lea sagte dazu in Freiburg: „Ich habe gar nicht so sehr meinen Haaren nachgetrauert. Aber mir ist klar geworden, was für eine krasse Entweiblichung das ist und wie grausam das damals war!“

Trotz allem spiegelt der Film eine unglaubliche Leichtigkeit und Tiefe wieder. Lea ist auch im wahren Leben eine beeindruckende Person. Sie wirkt klar und unglaublich klug wie sie von ihrer Rolle und ihrem Leben erzählt. Auch beim Dreh gab es diese Leichtigkeit zu sehen. In den Szenen der jungen Liebe zwischen Anne und dem Sohn der Familie, die smit ihrer Familie im Hinterhaus wohnten. Bei der ersten Kussszene erzählt Lea lachend, dass der Regiesseur (Hans Steinbichler) einfach draufgehalten habe und sagte: „Und noch mal, und noch mal.“

Die ehrliche und ergreifende Biografie läuft derzeit im Kino. Den Trailer zu "Das Tagebuch der Anne Frank" gibt’s hier.

 

Reinschauen: Du willst den Trailer sehen? Klicke einfach ins Bild.

 

Mehr dazu

 

 
Kommentar(e) (0)
 

Kalender

January 2018:

Sun Mon Tue Wed Thu Fri Sat
1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31
 

Schlagwörter