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Kino & Video

Kurzfilmforum: Mit SMS-Stress zum Sieg

Der RVF-Kurzfilmwettbewerb ist Jahr für Jahr ein Höhepunkt des Freiburger SchülerFilmForums. Das Thema der 15. Auflage im April war „Sieben Minuten später“. Gewonnen hat Lisann Greiner-Bechert mit einem gereimten SMS-Krimi.

 
 

„Ist der Bauch zu dick, die Brüste zu klein, der Hintern zu flach? Was kann denn los sein?“, reimt Lisann in ihrem preisgekrönten Kurzfilm „In meinem Kopf“. Ihre Hauptdarstellerin steht dabei vor dem Spiegel und beäugt sich kritisch. In dem drei Minuten langen Streifen schreibt eine junge Frau ihrem Freund „Ich liebe dich“. Da dieser auf die Nachricht nicht sofort antwortet, befallen sie heftige Selbstzweifel. Sie stellt ihr Aussehen, die Beziehung und ihren Freund in Frage – hält ihn sogar für schwul. Sieben Minuten später kommt die erlösende Nachricht: „Ich liebe dich“.

„Ich habe das überspitzt dargestellt“, sagt Lisann. „Die Geschichte ist krasser, als ich es jemals mitbekommen habe.“ Die 20-jährige PH-Studentin hat ihre ersten Filme in der Schule gedreht. Dann begann sie, zu bekannten Liedern kleine Clips zu basteln. Der Beitrag für den Kurzfilmwettbewerb des Regio-Verkehrsverbunds Freiburg (RVF) war nun ihr bester: „Das war mein erster Kurzfilm, den man einem Publikum zeigen kann“, sagt Lisann. Dass sie damit gleich den ersten Platz belegt (350 Euro Preisgeld), hätte sie nicht gedacht.

Wolfgang Stickel von der Medienwerkstatt Freiburg hat der Film beeindruckt: „Da steckt wahnsinnig viel Arbeit drin“, lobt der Organisator des SchülerFilmForums. Lisann habe sich gegen viele Hochkaräter durchgesetzt. Filmen zum Beruf zu machen, ist Lisanns großer Traum. Doch die junge Regisseurin bleibt am Boden: Ihr Studium geht erst mal vor.

 

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