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Kino & Video

„Verrückt nach Filmen“ - Die Vorbereitungen für Freiburgs SchülerFilmForum laufen auf Hochtouren

Am 31. März 2011 startet zum elften Mal in Folge das Freiburger SchülerFilmForum SFF. Bei diesem Projekt haben Jugendliche die Chance, selbst gedrehte Filme zu präsentieren. Im Kommunalen Kino werden an den drei Tagen knapp fünfzig Filme gezeigt und von anderen Jugendlichen bewertet. Zum vierten Mal haben junge Filmemacher die Möglichkeit, beim Kurzfilmwettbewerb des Regio-Verkehrsverbundes Freiburg (RVF) teilzunehmen, bei dem ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro ausgeschrieben ist. Die f79-Reporter Carolin, Luisa und Jenny haben im Vorfeld hinter die Kulissen geschaut.

 
 

Umgeben von alten Filmkassetten sitzt Wolfgang Stickel in seiner Medienwerkstatt. Er ist der Hauptorganisator und Leiter des SFF. „Nichts ist schlimmer als einen Film zu drehen, der nicht öffentlich gezeigt wird“, findet er. Beim SFF hat jeder bis fünfundzwanzig Jahre die Chance, eigene Filme zu zeigen und Kritik zu bekommen.


Laut Stickel sind die Teilnehmer vor allem eines: „Alle verrückt nach Filmen.“ Besonders viel Wert legt der Organisator auf ein ausführliches Feedback. Im Gegensatz zu herkömmlichen Film-Festivals liegt der Schwerpunkt hier auf dem Gespräch zwischen Teilnehmern und Publikum. Für die Jugendlichen ist es ein Ereignis der ganz besonderen Art. Sie stehen auf einer Bühne, auf der Leinwand wird ihr Film abgespielt und sie finden Anerkennung beim Publikum.


„Vor gut zehn Jahren gab es an vielen Freiburger Schulen noch Video-AGs und Lehrer, die Schnittplätze mit ihren Klassen besuchten“, erinnert sich Stickel. Der neue Bildungsplan habe aber einiges verändert, durch den Zeitdruck seien Schüler und Lehrer gestresster. „Damals wollten wir den Schülern eine Möglichkeit geben, ihre Filme zu zeigen – das SFF entstand. Es schlug ein wie eine Bombe und animierte zum Weiterarbeiten, da es die Möglichkeit gab, das Potenzial zu analysieren und die Filme publik zu machen.“


Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten
, das SFF attraktiver zu machen, konnten die Organisatoren den RVF dazu gewinnen, im Rahmen des Forums einen Wettbewerb zu veranstalten: Dabei können Filme mit einer Länge von sieben Minuten zu einem vorgegebenen Thema eingereicht werden. Für 2011 – die RegioKarte wird 20 Jahre alt – ist der kreative Umgang mit dem Begriff „ZEITREISE“ gefragt. Der Gewinnerfilm erhält ein Preisgeld von 1000 Euro.


Vergangenes Jahr besuchte übrigens Maurice Hübner das Forum. Er war von Anfang an beim SFF dabei und studiert inzwischen an der Film-Akademie in Ludwigsburg – aus Filmverrückten werden Profis.


Wolfgang Stickel ist Herz und Verstand
der Medienwerkstatt und weiß folglich, worauf es bei einem guten Film ankommt. Für ihn werden sie nicht einfach gemacht, sondern komponiert. „Am besten sind Filme, die von etwas erzählen, über die ich hinterher nachdenke“. Bei der Film-Auswahl fürs Forum gibt es keine Einschränkungen. Wie offen Wolfgang Stickel in dem Bereich ist, lässt sich an seiner Antwort auf die Frage nach seinem Lieblingsfilm erkennen: „100 Filme könnte ich aufzählen, einen nicht.“


Lust auf Schülerfilme?

www.schuelerfilmforum.de

 
 
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