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Job & Karriere

Von High Heels bis zum Feuerwehrstiefel: Ausbildung für Schuhfertiger wird modernisiert

Nicht nur chic, sondern auch funktionell: Für jeden Einsatz gibt es das passende Schuhwerk, ob High Heels, Sportschuhe oder Schutz- und Sicherheitsschuhwerk. Sie alle werden von Schuhfertigern hergestellt. Im Auftrag der Bundesregierung ist diese Berufsausbildung zum 1. August verbessert worden. Technische, wirtschaftliche und organisatorische Veränderungen und Entwicklungen in der industriellen Schuhfertigung sind der Hintergrund. So berücksichtigt die neue Ausbildungsordnung unter anderem den Einsatz neuer Materialien und Materialkombinationen, neue Fertigungsverfahren und erhöhte Anforderungen an die Produkte in Bezug auf Schutz, Sicherheit und Nachhaltigkeit.

 
 

Anders als der Handwerksberuf des Schuhmachers ist Schuhfertiger ein industrieller Beruf in der Schuhproduktion. Während beim Bau des Schuhbodens zunehmend Halbfertig- oder Fertigteile eingesetzt werden, sind in der Schaftherstellung immer noch viele einzelne Arbeitsschritte von den Fachkräften auszuführen. Grund hierfür sind die unterschiedlichen Schuhtypen und die Vielfalt der gestalterischen und funktionellen Elemente: Sie legen die optische Gestaltung und somit die modische Aussage ebenso fest wie die Funktion und damit den Einsatzbereich des Schuhwerks. Nach wie vor wird häufig Leder als natürlicher Werkstoff eingesetzt, aber verstärkt auch neue Materialien und ihre Kombinationen. Dem Finish, also dem Veredeln der Schuhe als letztem Arbeitsgang, kommt eine stärkere Bedeutung zu, da hier die Schuhe optisch und gestalterisch für den Verkauf vorbereitet werden und sich die Möglichkeiten durch neue Techniken erweitert haben.

Während der Ausbildung erhalten die Auszubildenden auch Einblick in die Gestaltung von Modellen und die Arbeitsvorbereitung, um so einen ganzheitlichen Überblick über die Schuhproduktion zu bekommen. Modellgestaltung und Arbeitsvorbereitung sind Tätigkeitsbereiche, in denen sich Schuhfertiger nach der Ausbildung weiter spezialisieren können.

Aufgrund der großen Nachfrage nach Sicherheits- und Sportschuhen verzeichnet die Branche leicht steigende Umsatz- und Beschäftigungszahlen. Die Übernahme- und Berufsaussichten für Auszubildende und Fachkräfte im technischen Bereich sind daher gut. Nach der Abschlussprüfung kann eine Weiterbildung zum/zur Geprüfte/-n Industriemeister/-in Fachrichtung Schuhfertigung, eine Techniker-Ausbildung oder ein Studium für Lederverarbeitung und Schuhtechnik an der FH Kaiserslautern angeschlossen werden.

 

 

 

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