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Job & Karriere

Bei der KFZ-Mechatroniker-Ausbildung der VAG dreht sich alles um Busse, Lastwagen & Co.

Schließen die Türen richtig? Sind die Scheinwerfer in Ordnung? Funktionieren die Bremsen? 65 Linienbusse sind bei den Freiburger Verkehrsbetrieben (VAG) Tag für Tag im Einsatz. Damit sie stets in Schuss sind, kümmern sich 13 Mitarbeiter um Reparatur, Wartung und Instandhaltung. Einer von ihnen ist Roman Basitta. Der 24-Jährige macht hier die Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker. Sein Schwerpunkt: Nutzfahrzeuge.

 
 

Um 6.30 Uhr betritt Roman die große Halle auf dem VAG-Gelände, in der bereits ein Bus neben dem anderen steht. Als Erstes checkt er, welche Aufträge vorliegen: Muss ein Luftfilter gewechselt werden? Ein Türmotor ausgetauscht? Oder steht die Hauptuntersuchung an?

Einige der Aufgaben erledigt der Auszubildende im ersten Lehrjahr bereits selbstständig, meist arbeiten die Mechatroniker jedoch im Team. Roman ist hier der einzige Azubi – und auch der erste seit 20 Jahren. „Wir haben angefangen, wieder auszubilden, weil wir keine geeigneten Mitarbeiter mehr gefunden haben“, sagt sein Ausbildungsleiter Hartmut Birmele. Für Roman bedeutet das: Die Chancen, nach seinem Abschluss übernommen zu werden, sind hoch.

Außerdem hat er die Möglichkeit, sich nach der Lehre weiterzubilden – zum Beispiel den Meister zu machen oder Fahrzeugtechnik zu studieren. „Ein Zukunftsberuf“, freut sich Roman.

Wie genau es für ihn weitergehen soll, lässt er noch offen – der Bereich Nutzfahrzeuge hat es ihm auf jeden Fall angetan: „Bei einem kleinen Autohaus hat man jeden Tag nur mit denselben Fabrikaten zu tun. Hier ist die Bandbreite viel größer, denn wir reparieren alles, vom Rasenmäher bis zum Traktor.“ Neben den Bussen kümmern sich die Mechatroniker auch um die Lastwagen, Autos und Schienenreiniger der VAG sowie um die Fahrzeuge der Badenova – eben um all die dicken Brummer im Straßenverkehr.

Was für eine Verantwortung er trägt, wenn er die Bremsen wartet oder die Sicherheit der Bustüren überprüft, ist Roman erst nach und nach klar geworden: „Ich habe gemerkt, dass alles, was ich mache, direkt die Fahrgäste betrifft und wie wichtig es darum ist, besonders sorgfältig zu arbeiten.“

Für Birmele gehören neben der Sorgfalt auch das Interesse an großen Fahrzeugen, eine gute Aufnahmefähigkeit und eine Portion Eigeninitiative in dem Beruf dazu. Außerdem sind gute Mathe- und Physikkenntnisse ein Muss für Messungen und Berechnungen.

Während Mechanik und Elektronik früher noch zwei getrennte Bereiche waren, geht heute keins mehr ohne das andere – ein Mecha-troniker muss nicht nur die Reifen wechseln können oder das Getriebe reparieren, sondern auch die Fahrzeugtechnik mit Hilfe elektronischer Mess- und Diagnosegeräte überprüfen. Das ist nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance: „Als ich vor rund 20 Jahren bei der VAG angefangen habe, gab es noch Mitarbeiter, die haben sich von morgens bis abends nur um die Bremsen gekümmert“, erinnert sich Birmele. „Heute ist der Beruf viel abwechslungsreicher.“

Infos

Ausbildung Kraftfahrzeugmechatroniker mit Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik

Dauer // 3,5 Jahre

Voraussetzungen // Ein guter Hauptschulabschluss mit Note zwei in Mathematik und Physik oder ein höherwertiger Schulabschluss

Unterricht // Zwei Blöcke à sechs Wochen in der Richard-Fehrenbach-Gewerbeschule Freiburg, zwei Blöcke überbetriebliche Ausbildung in der Handwerkskammer

Ausbildungsvergütung // 1. Jahr 918, 2. Jahr 968, 3. Jahr 1014, 4. Jahr 1077 Euro

 

 

 

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