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Job & Karriere

Experten für Salben, Tabletten und Co.: PTAs sind Multitalente

Interesse an Gesundheitsthemen und Naturwissenschaften? Kommunikationstalent? Dann könnte die Ausbildung zum Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) das Richtige sein. PTAs sind Vielkönner: Sie kennen sich in der Welt der Arzneimittel, Salben und Tinkturen aus und sind erste Ansprechpartner in Apotheken. Die pharmazeutische Ausbildung kann die Grundlage für weitere Karriereschritte sein.

 
 

Wer PTA werden will, braucht mindestens einen Realschul- oder gleichwertigen Abschluss. Die Ausbildung dauert zweieinhalb Jahre. In den ersten beiden Jahren besucht man eine staatliche oder private Berufsfachschule oder ein Berufskolleg. Der theoretische und praktische Unterricht umfasst Kernfächer wie Arzneimittel- und Drogenkunde (Laborarbeit, Rezepturen), Botanik, Chemie, Diätetik oder Körperpflegekunde. In dieser Zeit steht auch ein 160-stündiges Praktikum in einer Apotheke an. Nach dem ersten schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfungsteil sammeln Azubis für ein halbes Jahr Praxiserfahrung in einer Apotheke.

Mit der letzten mündlichen Prüfung, dem staatlichen Examen, ist das PTA-Diplom geschafft. Rund 85 PTA-Schulen gibt es bundesweit, teilt der Bundesverband Pharmazeutisch-technischer AssistentInnen e.V. (BVpta) mit. Eine davon: die Walter-Rathenau-Gewerbeschule in Freiburg. An staatlichen Berufsfachschulen ist die Ausbildung in der Regel schulgeldfrei, an privaten Bildungseinrichtungen kostet sie monatlich zwischen 300 bis 500 Euro, so der BVpta. Eine Förderung durch Ausbildungsförderungsamt oder Arbeitsamt ist möglich. Im halbjährigen Praktikum gibt’s eine Ausbildungsvergütung von derzeit 670 Euro im Monat.

PTAs fragen, beraten und erklären. Sie informieren über Neben- und Wechselwirkungen von Medikamenten und entlasten den Apotheker bei vielen wichtigen Aufgaben. Die PTAs stellen Salben, Arzneimittel oder Tees her. Sie kontrollieren den Warenbestand, organisieren Bestellungen, messen, führen Buch über Giftstoffe oder Betäubungsmittel. Sie sind für die rund 20.000 Apotheken in Deutschland unverzichtbar.

Die Berufsaussichten für PTAs sind ausgesprochen gut, informiert der Bundesverband der Pharmazeutisch-technischen AssistentInnen. Denn die Gesellschaft wird immer älter: Der Therapie- und Arzneimittelbedarf steigt. Jobs gibt es nicht nur in Apotheken, sondern auch im Krankenhaus, in der Pharma- und Kosmetikindustrie, bei Lehreinrichtungen oder Verbänden.

Infos unter www.bvpta.de

 

 

 

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