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Events & Termine

Frankfurter Musikmesse: Slayer-T-Shirts, Anzugträger und Dragqueens

Das Frankfurter Messegelände ist aus allen Nähten geplatzt: Vergangene Woche tummelten sich dort Händler, Branchenprofis, Musiker und Musikbegeisterte aus mehr als 140 Ländern zur Frankfurter Musikmesse. F79-Autorin Christina Miklusch war zum ersten Mal da. Sie findet: ein spektakuläres Erlebnis für Groß und Klein.

 
 

100.000 Besucher. Mehr als 1.000 Events, Konzerte und Live-Performances. Zusammen mit der Technik- und Entertainmentmesse Prolight + Sound, die parallel stattfand, kommt die Musikmesse auf stattliche Zahlen. Nicht ohne Grund: Neben Konzerten von Extrabreit, Steve Stevens & Band und zahlreichen weiteren nationalen und internationalen Künstlern, wurde erstmals der Frankfurter Musikpreis an Stargeiger David Garret verliehen.

Auch ich bin am Samstag in die unendlichen Weiten der Musikbranche eingetaucht. Die Ohren mussten sich dabei erstmal an den überwältigenden Geräuschepegel gewöhnt haben. Doch auch für die Augen gibt's das volle Programm: Von der Dragqueen bis zum früh geforderten Kleinkind ist jede Altersgruppe, jede Nationalität und jede Musikrichtung dabei. Slayer-T-Shirts sind ebenso zu sehen wie Schlipsträger.

 

 

In der ersten Halle sind das Drum Camp und das Guitar Camp. Hier werden Produkthighlights rund um Drums, Percussions, elektrische Gitarren, Bässe, Amps und Zubehör präsentiert. Ein kleiner asiatischer Junge, der gerade energetisch am Schlagzeug zugange ist, begrüßt mich mit einem Augenzwinkern. Schon jetzt weiß ich: Die Leute hier haben den Takt im Blut.

Während sich meine Begleitung gierig an Hunderten von Effektgeräten zu schaffen macht, verschaffe ich mir einen Überblick über die Stände und schlendere in Richtung einer massiven schalldichten Kabine: die "Sweat, Blood and Tears Box“. Im Inneren quetschen sich eingefleischte Rocker, Biker und ein paar Schaulustige auf cirka 50 Quadratmetern zusammen. Sie headbangen freudig zur Metalband, die gerade auf der Bühne eskaliert.

Links und rechts wird gejammt und gerockt

Von der klassischen Akustikgitarre bis zur ersten 3D-gedruckten Violine oder dem ersten Karbon-Flügelhorn kann auf der Messe so ziemlich jedes Instrument bestaunt werden. Ein Trend: Hybrid-Instrumente, die das Beste aus analoger und digitaler Klangerzeugung vereinen sollen.

Mit Fritten und Bier zum üblichen Messepreis (teuer) gönnen wir uns eine kleine Pause an der Beck's Wood & Brass Stage. Von klassisch bis rockig, von neuen Kompositionen bis zu internationalen Hits: Das Line-up deckt die verschiedensten Spielrichtungen der Blasmusik ab.

 

 

Gestärkt und motiviert machen wir uns auf in das „Discover Music“-Zelt. Erst abgeschreckt von der mangelnden Zahl Erwachsener in diesem knapp 600 Quadratmeter großen Areal, trauen wir uns doch hinein. Jung und Alt können hier Instrumente auszuprobieren und vielleicht sogar ihre Leidenschaft dafür entdecken. Wer hätte gedacht, dass es so schwer ist, einen Ton aus einem Saxophon herauszukriegen?

Sowohl der Musikprofi, als auch der Laie findet auf der Musikmesse, was das Musikerherz begehrt. Die Messe überzeugt in erster Linie durch ihre Vielfalt. Neues entdeckt hier jeder - egal ob blutiger Amateur oder waschechter Vollblutmusiker.

 

 

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